Brand kommt Sabo teuer zu stehen

HORN. Frühmorgens rückte die Feuerwehr Horn mit über 40 Mann aus. In der Sojaverarbeitungsanlage der Firma Sabo war ein Brand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, doch es entstand ein hoher Sachschaden.

Corina Tobler
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Beim Speiseöl-Hersteller Sabo in Horn brannte es gestern morgen. (Bild: cot)

Beim Speiseöl-Hersteller Sabo in Horn brannte es gestern morgen. (Bild: cot)

Es war ein jähes Erwachen für Horns Feuerwehrkommandant Bruno Villiger. Um 3.45 Uhr ging bei der kantonalen Notrufzentrale der Feueralarm ein, der ihn mit über 40 seiner Leute zum Speiseöl-Hersteller Sabo an die Seestrasse beorderte. «Als wir ankamen, war das ganze Stockwerk hell erleuchtet», beschreibt er die Situation, die er antraf.

Einige 100 000 Franken Schaden

Nach Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau brach der Brand beim Trockner einer Sojaverarbeitungsanlage im zweiten Obergeschoss aus. Entdeckt hatte ihn ein Mitarbeiter der Firma Sabo, der in einem Nebengebäude beschäftigt war. Er habe die starke Rauchentwicklung bemerkt und Alarm geschlagen, teilt die Polizei mit. Es wurde niemand verletzt, doch der Trockner der Anlage wurde massiv beschädigt. Dazu kommen Russschäden am Gebäude, verursacht durch die starke Rauchentwicklung. Der Sachschaden dürfte laut polizeilicher Schätzung mehrere hunderttausend Franken betragen.

Zwei Brände in einer Woche

Für Bruno Villiger und sein Team ist es bereits der zweite Einsatz auf dem Sabo-Gelände innert Wochenfrist. «Am 29. Januar brach ebenfalls in einer Presserei der Sabo ein Feuer aus, das allerdings ein deutlich geringeres Ausmass hatte. Damals war weniger Personal im Einsatz.» Gestern brachte die Feuerwehr den Brand rasch unter Kontrolle, so dass der Einsatz nach etwas mehr als drei Stunden zu Ende war. Im Anschluss nahmen der Brandermittlungsdienst und der kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei ihre Arbeit auf. Bei den Untersuchungen wurde auch ein Elektrosachverständiger beigezogen. Gemäss ersten Abklärungen steht als Brandursache ein technischer Defekt im Vordergrund. Sabo-Produktionsleiter Thomas Lehner wollte den Brand gestern abend noch nicht kommentieren. Man werde eine Stellungnahme abgeben, sobald die Ergebnisse der laufenden Abklärungen vorlägen.

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