Brändli klar wiedergewählt

Roland Brändli wird deutlich wiedergewählt als Steinacher Gemeindepräsident. Christian Ledergerber, der Gegenkandidat, unterliegt deutlich. Die bisherige Gemeinderätin Brigitte Angehrn-Löhrer wird überraschend nicht wiedergewählt.

Marianne Bargagna
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Anstossen auf den Wahlsieg: Roland Brändli freut sich mit FDP-Präsident Diego Studerus über den Wahlsieg. (Bild: Max Eichenberger)

Anstossen auf den Wahlsieg: Roland Brändli freut sich mit FDP-Präsident Diego Studerus über den Wahlsieg. (Bild: Max Eichenberger)

STEINACH. Die Wahlen in Steinach haben im Vorfeld hohe Wellen geworfen. Und viele Stimmberechtigte an die Urne gebracht. Gut 57 Prozent betrug die Stimmbeteiligung. Das heisst: Von den 2149 Stimmberechtigten gingen 1235 wählen. Und 830 von ihnen wählten Roland Brändli: «Mir fällt ein Stein vom Herzen. In dieser Deutlichkeit habe ich das Resultat nicht erwartet.» Für seinen Gegenkandidaten, Christian Ledergerber (CVP), votierten lediglich 324 Steinacher. Verständlich, dass Ledergerber enttäuscht ist, denn er habe sich durchaus Chancen ausgerechnet. Enttäuscht ist auch Gemeinderätin Brigitte Angehrn-Löhrer (CVP). Sie verpasste das absolute Mehr von 584 Stimmen um sechs Stimmen. Nicht wieder- gewählt wurde Rainer Dudler (SVP) als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission.

Entspannt und erleichtert

Der erste Wahlgang ist vorbei, ein heftiger Wahlkampf zu Ende. Und der bisherige Gemeindepräsident Roland Brändli bestätigt. Nun gelte es, den Fokus auf eine positive und konstruktive Zusammenarbeit in den Behörden zu legen, damit Steinach wieder positiv wahrgenommen werde, sagt der Gemeindepräsident. Während des Wahlkampfes seien die Leute ehrlicher und direkter auf ihn zugekommen. «Auch wenn die Auseinandersetzungen nicht immer schön waren, sie waren gut, und ich habe viel gelernt», sagt Brändli und fügt lachend an, dass er am Abend erleichtert und entspannt ins Bett sinken werde. Danach beginne der Alltag wieder. Das bedeutet auch, den zweiten Wahlgang vom 25. November vorzubereiten.

Schlechte Resultate für Bisherige

Zu einem zweiten Wahlgang kommt es, weil weder Gemeinderat noch Geschäftsprüfungskommission vollständig sind. Den Sprung in den Gemeinderat auf Anhieb geschafft haben die Parteilosen Roland Etter und René Akermann sowie der Freisinnige Michael Aebisegger. Knapp wiedergewählt wurde der bisherige Markus Mäder (SVP). Und Brigitte Angehrn-Löhrer (CVP) wurde nicht wiedergewählt. «Das habe ich nicht erwartet», sagt sie Über eine Beteiligung am zweiten Wahlgang habe sie noch nicht nachgedacht, sagt Brigitte Angehrn-Löhrer auf Anfrage.

Beim Betrachten der Resultate fällt auf, dass die Neuen und Parteilosen Etter und Akermann mit je über 800 Stimmen Glanzresultate erreicht haben. Auch der Freisinnige Aebisegger kann mit über 700 Stimmen ein respektables Ergebnis vorweisen. Als Bisherige erzielten Mäder (593 Stimmen) und Brigitte Angehrn (578) schlechte Resultate.

Nicht erwartet

Neue Schulratspräsidentin ist Cornelia Letti. An ihrem Resultat gibt es nichts zu deuteln. Von 952 gültigen Stimmzetteln trugen deren 905 ihren Namen. «Ein so deutliches Resultat habe ich nicht erwartet», sagt sie. Für sie sei dies einerseits Bestätigung für ihre bisher geleistete Arbeit im Schulrat. Anderseits sei es wohl auch darauf zurückzuführen, dass sie einzige Kandidatin gewesen sei. Sie hoffe nun, dass sie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen könne.

Roland Etter, parteilos (Bild: mb.)

Roland Etter, parteilos (Bild: mb.)

René Akermann, parteilos (Bild: mb.)

René Akermann, parteilos (Bild: mb.)

Michael Aebisegger, FDP (Bild: pd)

Michael Aebisegger, FDP (Bild: pd)

Cornelia Letti, SP (Bild: kam)

Cornelia Letti, SP (Bild: kam)