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Lattich-Quartier: Die dritte Saison am Güterbahnhof beginnt

Im Mai erwacht das Güterbahnhof-Areal wieder zu kreativem Leben: Das Projekt Lattich geht ins dritte Jahr der Zwischennutzung. Die markanten Schiffscontainer stehen schon bereit.
Roger Berhalter
Die Chefin der Halle und des «Supercontainers»: Nathalie Bösch macht neu beim Verein Lattich mit. (Bild: Urs Bucher)

Die Chefin der Halle und des «Supercontainers»: Nathalie Bösch macht neu beim Verein Lattich mit. (Bild: Urs Bucher)

In allen Farben leuchten sie wieder auf dem Güterbahnhof-Areal, die Schiffscontainer des Lattich-Vereins. Neu dabei ist auch ein grauer, mehr als zwölf Meter langer «Supercontainer». «Mich kann man mieten» steht darauf. Schneebedeckte Hochbeete warten auf den Frühling. In der Luft liegen Pianoklänge; der Musiker Roman Rutishauser gibt in seinem umgebauten «Container für Unerhörtes» gerade Klavierunterricht. Die anderen Container sind noch leer, ebenso die grosse SBB-Lagerhalle neben den Gleisen. Doch bald werden sie wieder mit Leben gefüllt. Am 4. Mai geht die Lattich-Zwischennutzung in die dritte Runde.

Für Nathalie Bösch ist es die erste Lattich-Saison. Zuvor arbeitete sie im Projektmanagement für das OpenAir St.Gallen und das Summerdays-Festival Arbon. Jetzt ist die 37-Jährige beim Verein Lattich angestellt. Sie ist die neue Ansprechperson, wenn jemand den «Supercontainer» mieten oder eine Veranstaltung in der SBB-Halle durchführen möchte. «Es gibt schon viele Anfragen», sagt die St. Gallerin. Wie schon im vergangenen Sommer sollen auch in dieser Saison wieder Tanz- und Theateraufführungen stattfinden, aber auch Flohmärkte, Sonntagsbrunches und Privatanlässe. «Ich koordiniere im Moment die Buchungen und gehe auch aktiv auf verschiedene Personen zu.»

Stühle gesucht

Beim Lattich-Projekt macht Nathalie Bösch mit, «weil es einen solchen Ort in St. Gallen noch nicht gibt». Einerseits den Aussenraum mit den Containern, den Hochbeeten und dem geplanten Gastro-Angebot. Anderseits die Halle, welche die SBB dem Lattich-Verein erneut zwischen Mai und Oktober zur Verfügung stellen. «Die Halle ist roh und verfügt nur über eine minimale Infrastruktur. Das macht sie spannend.»

Die leere Lagerhalle hat aber auch den Nachteil, dass Bösch sie wieder von Grund auf veranstaltungstauglich machen muss. Die Zuschauertribüne von letzter Saison ist wieder abtransportiert worden, deshalb sucht Bösch im Moment vor allem Stühle. Gut in Schuss sollten die Sitzgelegenheiten sein, stapelbar und am besten gratis. Für die Zwischennutzung von Mai bis Oktober hat der Verein Lattich bei der Stadt erneut ein Baugesuch eingereicht. Wie schon 2017 geht es dabei um eine Nutzungsänderung der Halle als Veranstaltungslokal, um eine Bewilligung für einen Gastrobetrieb und um die Platzierung der Container im Aussenbereich.

Schon ab sieben Uhr morgens

Die Halle soll wochentags bis 23 Uhr nutzbar sein, am Wochenende bis Mitternacht. Musik soll nur ausnahmsweise und unverstärkt erklingen. «Die Halle ist keine Party-Location», sagt Bösch. «Dafür ist sie schon ab morgens um sieben bespielbar.»

Bis im Herbst soll auf dem Güterbahnhof-Areal neben den Containern auch ein sogenannter Lattich-Bau entstehen. Wie dieser genau aussieht, ist noch unklar, ein Baugesuch ist noch nicht eingereicht.

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