Bosco findet nicht nach Hause

Am Freitag verschwand in Abtwil der Berner Sennenhund Bosco. Er wurde im Wald gesichtet, konnte aber nicht eingefangen werden. Seine Familie sucht ihn derweil verzweifelt.

Giulia Satiro
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Bosco, der Berner Sennenhund von Familie Nef, wird vermisst. (Bild: pd)

Bosco, der Berner Sennenhund von Familie Nef, wird vermisst. (Bild: pd)

ABTWIL. Es war am vergangenen Freitag. Sandra Nef ging in den Garten, um ihren Hund Bosco wieder ins Haus zu lassen. Da musste sie feststellen, dass er nicht mehr da war. «Bosco ist ein Hund, der immer zu Hause bleibt. Wenn er sich entfernt, dann nie weiter als 50 Meter», sagt Sandra Nef. Die Familie war sofort besorgt und suchte ihn im ganzen Quartier. Niemand hat etwas gehört oder gesehen – Bosco war spurlos verschwunden.

Im Wald auf der Spur

Dass der Berner Sennenhund weggelaufen ist, kann die Familie nicht glauben. Sie kann es sich nur so erklären: «Es ist zwar nur eine Vermutung, aber ich kann mir nichts anderes vorstellen, als dass Bosco von jemandem mitgenommen wurde», sagt Sandra Nef. Sofort nach dem Verschwinden informierte die Besitzerin den Wildhüter, die Tierärzte, den Hundesport und die Kantons- und Stadtpolizei. Laut Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei, passiert es selten, dass Hunde entführt werden.

Doch Bosco bleibt verschwunden. Am Samstag erfuhr die Familie dann, dass der Berner Sennenhund am Tag des Verschwindens von einer Frau im Hätterenwald gesichtet worden ist. Daraufhin rückte die Polizei aus, um ihn zu suchen. Und wurde auch fündig. Doch es gelang ihr nicht, ihn einzufangen.

Einen Einsatz nach dem anderen

Der Hätterenwald ist vier Kilometer Luftlinie von Nefs Haus entfernt. «Um selbst dorthin zu gelangen, hätte Bosco eine Hauptstrasse und die Sitter überqueren müssen. Für das ist er zu scheu», sagt Sandra Nef.

Das ganze Wochenende ging die fünfköpfige Familie ihren Hund im Wald suchen. Ausserdem hat sie Plakate von Abtwil bis Wittenbach verteilt. Auch gestern kehrte Sandra Nef von einer langen, erfolglosen Suche nach Hause zurück. Immerhin bekam sie einen weiteren Hinweis: Eine Reiterin des Reitstalls Ahorn sagte ihr, sie habe den Hund am Sonntagnachmittag beim Schiltacker gesichtet.

«Man soll mit ihm reden»

«Bosco ist bei uns, seit er ein Welpe ist. Der Gedanke, dass er verschwunden ist, plagt meine Familie Tag und Nacht», sagt Sandra Nef. Aber die Nefs geben die Suche nach ihrem sechsjährigen Berner Sennenhund nicht auf. Sie hofft nun auf die Hilfe der Bevölkerung und hat darum auch die Medien über das Verschwinden von Bosco informiert. «Falls ihn jemand sieht, soll er sich Zeit nehmen, mit Bosco zu reden, da er scheu ist. Und sofort die Polizei benachrichtigen.»

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