Bösch droht nach «Blick»-Auftritt der Ausschluss

WIL. Kann sie bleiben? Oder muss sie gehen? Die politische Zukunft der Wiler SVP-Stadtparlamentarierin Sarah Bösch ist noch immer ungewiss. Vor zwei Wochen hatte ihre Fraktion den Entscheid vertagt – aus Zeitnot.

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Sarah Bösch Wiler Stadtparlamentarierin (Bild: pd)

Sarah Bösch Wiler Stadtparlamentarierin (Bild: pd)

WIL. Kann sie bleiben? Oder muss sie gehen? Die politische Zukunft der Wiler SVP-Stadtparlamentarierin Sarah Bösch ist noch immer ungewiss. Vor zwei Wochen hatte ihre Fraktion den Entscheid vertagt – aus Zeitnot. Vor einer Woche traf sich die Fraktion erneut, ein Beschluss wurde gefasst, eine Medienmitteilung vorbereitet. Das liess die Protagonistin Interessierte wissen. Allerdings: Die Fraktion schickte die Mitteilung nicht ab – mit gutem Grund: Am Tag des geplanten Versands hatte Bösch ihren doppelseitigen Auftritt im «Blick» (Ausgabe vom 30. April). Zum grossen Ärger ihrer Kritiker.

Feuer im Dach

Seither, so ist zu hören, ist Feuer im Dach der Wiler SVP. Die Fraktion drohe auseinanderzubrechen und finde ohne externe Hilfe kaum wieder zusammen. Eine ausserordentliche Sitzung sei geplant, angeblich heute abend; bestätigen mag dies in Wil niemand. Durchgesickert ist: Vergangene Woche hatte die Fraktion beschlossen, dass Sarah Bösch bleiben kann – «unter gewissen Auflagen». Es sei ein knapper Entscheid gewesen. Bleibt die Frage, ob sie mit ihrem Boulevard-Auftritt den letzten Goodwill verspielt hat und ihr nun der Ausschluss aus der Fraktion droht.

Auf Jobsuche

Die Stadtparlamentarierin ist derweil auf Jobsuche. «Ein Drittel meines Lebens ist vorbei, warum nicht beruflich neu durchstarten?», schreibt sie auf Facebook. «Ich freue mich auf tolle Jobangebote als Quereinsteigerin in Marketing, Management-Assistenz, Moderation, Gastronomie, Lifestyle.» Und: «Für einem Traumjob ist mir kein Weg zu lang.» (rw)

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