Blumenschmuck lohnt sich

Seit rund 30 Jahren fordert der Gärtnermeisterverband der Stadt Hobbygärtner auf, Häuser, Balkone und Fenster zu schmücken. Preise gibt es für alle, aber der Anlass ist nicht ungefährdet.

Fredi Kurth
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Wenn jemand das Gefühl hat, die Stadt St. Gallen sei im Sommer mit besonders schöner Blumenpracht geschmückt, dann ist dieser Eindruck wahrscheinlich auch dem Blumenwettbewerb des Gärtnermeistervereins der Stadt St. Gallen zu verdanken. Auch dieses Jahr haben Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner ihre Häuser, Balkone und Fenster mit Blumen versehen. 81 von ihnen nahmen am Wettbewerb teil, um einen der Preise zu gewinnen.

Genau genommen werden jeweils alle belohnt. 250, 180 und 120 Franken erhalten die Teilnehmer mit den besten Kreationen, die andern Blumengutscheine. Zwei Experten besuchen jeweils die geschmückten Orte in der Stadt und bewerten die Arbeiten nach drei Kriterien: Maximal je fünf Punkte gibt es für sehr schön gepflegte farbliche Zusammenstellungen sowie für optimale Wahl des Pflanzensortiments und maximal zehn Punkte für den Gesamteindruck und aussergewöhnlich mutige Kompositionen. Unterschieden wird nach drei Kategorien: ganze Hausfassade (A), ab vier Fenstern und Balkone (B) sowie bis drei Fenster (C).

Mit dem Punktemaximum

Sieben Teilnehmerinnen haben dieses Jahr in der Kategorie A die höchste Punktzahl von 20 erreicht: Elsy und Jakob Knill (Bruggen), Susanne Tobler (Neudorf-St. Fiden), Theres Akermann (Neudorf-St. Fiden), Emmy Langenegger (St. Georgen), Bea Schmuckli (Winkeln), Esther Steingruber (St. Georgen) und Martha Kostgeld (Klosterviertel). Insgesamt wurden vergangene Woche 37 Gewinner zur Preisverleihung bei der Voliere im Stadtpark eingeladen.

Weniger Gärtnereien

Für die Organisation des Anlasses ist seit rund 20 Jahren Ruth von der Crone zuständig. Der Blumenwettbewerb hat also einige Tradition, wobei ihn der Gärtnermeisterverein schon früher ins Leben gerufen hat. «Wann genau können wir nicht mehr eruieren», sagt von der Crone. Dass der ungefähr 30jährige Anlass nochmals so lange weiterexistiert, ist aber eher unwahrscheinlich. Dabei fehlt es nicht an Teilnehmern. Deren Zahl schwanke jeweils zwischen 80 und 100, knapp darunter fiel sie zuletzt einzig 2008, sagt Ruth von der Crone. Die Gefahr besteht eher darin, dass der Gärtnermeisterverein nicht mehr in der Lage ist, den Aufwand zu bewältigen. «Denn er hat immer weniger Mitglieder, und der Boden für Gärtnereien wird knapper», sagt von der Crone.

Somit berät der Gärtnermeisterverein am Ende jedes Jahres von neuem, ob der Wettbewerb wieder durchgeführt wird. Von der Crone geht aber davon aus, dass er nächstes Jahr stattfindet.