Blumen auf Baustellen?

Ein begrüssenswerter Slogan lautet: «Unsere Stadt blüht auf!» Mit begrünten Unorten lässt sich tatsächlich mancher tote Winkel beleben. Die Begrünung fördert das Sicherheitsgefühl.

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Ein begrüssenswerter Slogan lautet: «Unsere Stadt blüht auf!» Mit begrünten Unorten lässt sich tatsächlich mancher tote Winkel beleben. Die Begrünung fördert das Sicherheitsgefühl.

Ob aber Baustellen dringend Blumenschmuck benötigen? Soll dies zur Beruhigung aufgebrachter Gemüter aus der Nachbarschaft beitragen? Momentan sind es der Baustellen viele in der Stadt, und sie sind zum Glück zeitlich beschränkt. Tafeln mit Informationen sind ein Beitrag, um das Verständnis der Bevölkerung gegenüber der Bautätigkeit zu erhöhen. Da ich schon öfters auf den fehlenden Blumenschmuck an den Fassaden der stattlichen Häuser am Marktplatz und am Gallusplatz (zurzeit sind drei davon geschmückt) angesprochen worden bin, möchte ich an dieser Stelle einige Wünsche anbringen.

Marktplatz und Gallusplatz sind wichtige Freiräume in der Altstadt. Sie werden daher öfters auch von Gästen fotografiert. Leider fehlen auf den Fotos dann die Farbtupfer: Es fehlen die Blumen, welche zum Image einer Stadt beitragen. Blumen strahlen Freundlichkeit aus. Diese grauen Wände, diese grauen Plätze bedürfen dringend eines farblichen Akzents. Ein Amtshaus, das mit Blumen geschmückt ist, wirkt einladend. Es scheint aber, dass wir uns an die Zeiten der Reformation erinnern sollen, wo Unnötiges eliminiert wurde. Minimale Ausstattungen im öffentlichen Raum sind ja modern. Aber, wir feiern immer noch das Gallusjahr, wir sind Konferenzort für viele wichtige Institutionen (diese Woche der europäischen Bischofskonferenz), und wir sind verantwortlich für freundliche Botschaften an unsere Gäste.

Dem städtischen Gartenbauamt möchte ich für die wohl assortierte Blumenpracht auf manchen Plätzen danken.

Maria Huber-Kobler

Stadtparlamentarierin CVP

Hüttenwiesstr. 48, 9016 St. Gallen