Blüten tauchen immer wieder auf

Falsche 200er-Noten, eine falsche 50er-Note: Betrüger haben kürzlich versucht, in der Stadt Blüten in Umlauf zu bringen. Von einer Häufung könne man aber nicht sprechen, heisst es bei der Kantonspolizei.

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Gefälschte 200er-Noten, welche die Kantonspolizei St. Gallen vor kurzem bei einer Personenkontrolle in der Stadt sichergestellt hat. (Bild: Irène Unholz)

Gefälschte 200er-Noten, welche die Kantonspolizei St. Gallen vor kurzem bei einer Personenkontrolle in der Stadt sichergestellt hat. (Bild: Irène Unholz)

Wer nur flüchtig hinschaut, merkt nichts. Doch ein Blick auf das sogenannte Kinegramm, die silberglänzende Spezialfolie, verrät: Die 200er-Noten sind nicht echt. Die St. Galler Kantonspolizei hat sie kürzlich bei einer Personenkontrolle in der Stadt St. Gallen sichergestellt. Und auch an der Tankstelle am Unteren Graben wollte ein Unbekannter letzte Woche eine gefälschte 50er-Note in Umlauf bringen. Die Verkäuferin merkte allerdings schnell, dass es sich um eine Blüte handelt, und rief die Polizei. Weil der Fälscher merkte, dass er aufgeflogen war, konnte er fliehen. Die anschliessende Fahndung von Stadt- und Kantonspolizei blieb erfolglos.

Oft in «illegalen Kreisen»

Von einer Häufung von Falschgeld-Fällen könne man aber nicht sprechen, sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei. «Blüten tauchen immer wieder auf, durchschnittlich etwa drei- bis viermal im Monat.» Oftmals sei Falschgeld in «illegalen Kreisen» im Umlauf, so wie die kürzlich konfiszierten 200er-Noten. Beispielsweise kämen sie bei Drogendeals zum Einsatz. Dass jemand 200er-Scheine oder solche mit noch höherem Wert fälsche, sei allerdings eher selten. «Denn diese werden vom Verkaufspersonal besser geprüft», sagt Rezzoli. Deshalb setzen viele Fälscher auf 50er-Noten.

Schwierig, Papier zu finden

«Fälscht jemand eine Note, tut er das oft mit einem Farbkopierer», erklärt Rezzoli weiter. Papier zu finden, dass sich wie Geldpapier anfühle, sei allerdings «fast ein Ding der Unmöglichkeit». Es müsse also ein grosser Aufwand betrieben werden. Dieser lohne sich «nicht nur wegen der daraus resultierenden Kosten, sondern auch aus strafrechtlicher Sicht» nicht.

Ebenfalls beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist für die Polizei, nur anhand einer Blüte den Fälscher aufzuspüren. «Spuren zu sichern ist äusserst schwierig, da Geld durch viele Hände geht», sagt Rezzoli. (mke)

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