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BLOG: Dein Facebook-Freund und Helfer

Die Quartierpolizisten der Stadt sind neu auch Blogger. Online geben sie Einblicke in ihren Alltag und beantworten Fragen. Das soll Nähe zur Bevölkerung herstellen – hat aber auch noch andere Zwecke.
Luca Ghiselli Luca.ghiselli
Quartierpolizist Paul Widrig berichtet auf seinem Blog auch vom Besuch im Kindergarten am Achslenweg. (Bild: Stapo)

Quartierpolizist Paul Widrig berichtet auf seinem Blog auch vom Besuch im Kindergarten am Achslenweg. (Bild: Stapo)

Luca Ghiselli luca.ghiselli

@tagblatt.ch

Sie bringen Kindergärtlern bei, wie sie sicher die Strasse überqueren; sie begleiten Viehschauen, Umzüge, Messen und Fussballspiele. Und seit kurzem teilen sie es auch. Die Quartierpolizisten der Stadt haben ihren eigenen Blog, auf dem sie Einblick in ihren Berufsalltag geben und auf Fragen aus der Bevölkerung reagieren.

Gestartet ist das Pilotprojekt vor rund einem Jahr mit dem Winkler Quartierpolizisten Thomas Christen. Der Blog kam so gut an, dass sich die Stadtpolizei dazu entschloss, ihn auszuweiten. Der Gedanke dahinter: Die Polizei soll überall dort präsent sein, wo die Bürgerinnen und Bürger sind. Und das ist zunehmend auch online.

Das Fragen fällt so vielen leichter

Community Policing nennt sich der Ansatz. Die Ordnungshüter arbeiten eng mit der Bevölkerung zusammen, um gemeinschaftliche Probleme zu erkennen und zu lösen. Das Internet und die sozialen Medien nehmen bei diesem Ansatz eine zunehmend zentralere Rolle ein. So hat die Stadt Zürich bereits seit 2015 einen sogenannten iCop mit offiziell abgesegnetem Facebook-Profil.

So weit will die St. Galler Stadtpolizei noch nicht gehen, der Blog der Quartierpolizisten ist aber ein Schritt in diese Richtung. «Vielen fällt es zum Beispiel auf Facebook leichter, eine Frage zu stellen, als auf der Strasse», sagt Roman Kohler, Mediensprecher der St. Galler Stadtpolizei. Die Präsenz auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. helfe dabei, Vertrauen und Nähe aufzubauen – und transparent zu kommunizieren. Das sei wichtig, und doch sagt Kohler: «Die Polizei ist es sich noch nicht lange gewohnt, so offen und transparent zu kommunizieren.» Es brauche einen Lernprozess. Das Monitoring von dem, was in sozialen Medien passiere, sei Pflicht. «Wir wollen aber auch aktiv sein und unsere Kanäle bewirtschaften.» Zu diesen Kanälen gehört auch der Quartierblog. Es sei kein Polizist gezwungen worden, zu bloggen. Man habe Vor- und Nachteile intensiv diskutiert und sich dann dafür entschieden. «Es machen alle mit, auch die Dienstältesten», sagt Kohler. Unterschiede gebe es lediglich bei der Betreuung. «Einige schreiben ihre Texte völlig selbstständig, während bei anderen die Kommunikationsabteilung mehr Unterstützung leistet.» Die Vorteile seien klar: Man erreiche schnell eine grosse Anzahl Personen.

Die Polizisten werden Aushängeschilder

Die verstärkte Präsenz im Internet bedeute aber nicht, dass die bewährten Methoden nun vernachlässigt würden. «Die persönliche Begegnung mit der Bevölkerung ist weiterhin ein wichtiger Pfeiler der Polizeiarbeit, gerade in den Quartieren», sagt Roman Kohler. Bei allen Chancen und Vorteilen, welche Blogs und soziale Medien auch für die Polizeiarbeit haben: Es gibt auch Risiken. «Die Herausforderung liegt darin, dass die Kommunikationshoheit sich dezentralisiert. Die Quartierpolizisten werden zu Aushängeschildern», sagt Kohler. Dessen müsse man sich bewusst sein.

Die Polizei 2.0 und die Darstellungsformen im Internet werden sich in den nächsten Jahren noch weiter entwickeln. Davon ist auch Roman Kohler überzeugt. In welche Richtung es gehen werde, sei zum heutigen Zeitpunkt nur schwer vorauszusagen. «Die sozialen Medien sind extrem schnelllebig. Da ist eine Prognose kaum möglich.»

www.stadtsg.ch/quartierblog

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