Blitzschlag und Feuer zerstörten «Gebhardshöhe»

WALZENHAUSEN. Vor 40 Jahren, Mitte Juni 1973, wurde das Höhenrestaurant Gebhardshöhe ob Walzenhausen ein Raub der Flammen. Das beliebte Haus der Einkehr gehörte zu den touristischen Attraktionen der Region und ist bis heute unvergessen.

Drucken
Teilen
Die «Gebhardshöhe» war einst ein attraktives Ausflugsziel. (Bild: Peter Eggenberger)

Die «Gebhardshöhe» war einst ein attraktives Ausflugsziel. (Bild: Peter Eggenberger)

WALZENHAUSEN. Vor 40 Jahren, Mitte Juni 1973, wurde das Höhenrestaurant Gebhardshöhe ob Walzenhausen ein Raub der Flammen. Das beliebte Haus der Einkehr gehörte zu den touristischen Attraktionen der Region und ist bis heute unvergessen.

Aussicht nur für Gäste

Im Schnittpunkt verschiedener Wanderwege vom Rheintal nach Heiden sowie von Rorschach/Rheineck nach Oberegg-St. Anton liegt der idyllische Weiler Gebert im Walzenhauser Ortsteil Lachen. Die hier in der Landwirtschaft tätige Familie Herzig errichtete vor über 100 Jahren auf dem Hügel neben dem Bauernhaus eine einfache Sommerwirtschaft. Der Zulauf war erfreulich, so dass Johannes Herzig 1897 die Wirtschaft ausbauen liess. Markantes Wahrzeichen war der hölzerne Turm. Die über eine steile Holztreppe zugängliche Aussichtszinne durfte allerdings nur von konsumierenden Gästen oder aber gegen ein kleines Entgelt erklommen werden. Nach einzigartigen Rundblicken auf Alpstein, Vorarlberg, Rheintal und Bodensee liess man sich auf den Holzbänken der Gartenwirtschaft nieder, wo vor allem an schönen Sonntagen überaus reger Betrieb herrschte. Als Johannes Herzig 1936 verstarb, trat Sohn Eugen mit seiner Gattin die Nachfolge des Vaters an.

Verheerender Blitzschlag

Nach dem Hinschied der Wirtsfrau entschloss sich Eugen Herzig Anfang 1973 zum Verkauf der Liegenschaft. Wenige Monate später, in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni, schlug der Blitz ins Gebäude. Es brannte augenblicklich lichterloh. Damit war das Schicksal der «Gebhardshöhe» besiegelt. (P. E.)