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BLITZER: Raser aus Frankreich verurteilt

Ein Franzose ist auf der Oberstrasse innerhalb von fünf Minuten zweimal mit seinem Porsche in die Radarfalle geraten. Dafür hat er eine bedingte Freiheitsstrafe von einem Jahr und eine saftige Geldstrafe erhalten.

Laut seinem Verteidiger war der knapp 50-jährige Autolenker aus Südfrankreich geschäftlich in St. Gallen unterwegs. Am 7. Juli 2016 fuhr er abends auf der Oberstrasse Richtung Westen, als er in der Zone 30 einen Radarkasten passierte. Die Geschwindigkeitsmessung registrierte 82 Stundenkilometer. Nach Abzug der Sicherheitsmarge von drei Stundenkilometer blieben 49 Stundenkilometer übrig, die er zu schnell unterwegs gewesen war.

Kurze Zeit später soll der Mann bemerkt haben, dass er sich in der Fahrtrichtung geirrt hatte. Er wendete und fuhr die gleiche Strecke zurück. Nur fünf Minuten nach dem ersten Blitz, erwischte es den Porschefahrer erneut. Diesmal hatte er 63 Stundenkilometer auf dem Tacho, womit er die signalisierte Höchstgeschwindigkeit um rechtlich relevante 30 Stundenkilometer überschritten hatte.

Die Staatsanwaltschaft klagte den Franzosen im abgekürzten Verfahren an. Sie beantragte dem Gericht eine Verurteilung wegen grober und qualifiziert grober Verletzung der Verkehrsregeln. Als Sanktion hatten sich die Parteien auf eine bedingte Freiheitsstrafe von einem Jahr mit einer Probezeit von zwei Jahren und eine teilbedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 130 Franken geeinigt. Davon sei die Hälfte zu bezahlen und die andere Hälfte bedingt auszusprechen.

Wegen weidender Kühe ausserorts gewähnt

Ende Februar wurde die rasante Fahrt nun am Kreisgericht St. Gallen verhandelt. Der Beschuldigte war nicht anwesend, da er von der Gerichtsverhandlung dispensiert worden war. Sein Mandant anerkenne sein Fehlverhalten, obgleich er sich während der Fahrt nicht bewusst gewesen sei, viel zu schnell unterwegs zu sein, erklärte der Verteidiger. Der Mann habe sich daran erinnert, auf der einen Strassenseite weidende Kühe auf einer Wiese gesehen zu haben. «Deshalb nahm er an, er befinde sich auf einer Strasse, die ausserorts liegt.»

Der Beschuldigte habe sich während des Untersuchungsverfahrens sehr kooperativ gezeigt und bedauert, mit zu hohem Tempo gefahren zu sein. Im Allgemeinen halte er sich an die geltenden Verkehrsregeln. Auch der Umstand, dass er zweimal in die gleiche Radarfalle getappt sei, deute darauf hin, dass er nicht willentlich gerast sei, sondern ganz einfach die Signalisierung der Tempo-30-Zone übersehen habe.

Der Einzelrichter am Kreisgericht St. Gallen erhob die Anträge zum Urteil. Die Verfahrenskosten, die sich auf 4473 Franken belaufen, muss der Porschefahrer zahlen.

Claudia Schmid

stadtredaktion

@tagblatt.ch

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