BLINDTEXT BLIND: Springend durch die Schweiz

Während zwei Monaten durchqueren Amir Kazemi und Roya Akbari die Schweiz – mit dem Springseil. Die Iraner wollen so auf ein Wohltätigkeitsprojekt aufmerksam machen. Die erste Etappe führt sie nach Rorschach.

Perrine Woodtli
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Roya Akbari und Amir Kazemi trainierten vor der Reise im Update Fitness in Rorschach. Während ihrer Zeit in der Hafenstadt besuchten sie auch eine Schulklasse und den Verein Löwenquartier. (Bild: Perrine Woodtli)

Roya Akbari und Amir Kazemi trainierten vor der Reise im Update Fitness in Rorschach. Während ihrer Zeit in der Hafenstadt besuchten sie auch eine Schulklasse und den Verein Löwenquartier. (Bild: Perrine Woodtli)

Perrine Woodtli

redaktionot

@tagblatt.ch

Mit dem Springseil quer durch die Schweiz. Was verrückt klingt, ist für Amir Kazemi und Roya Akbari aus Iran ab heute Alltag. Die beiden sind auf einer Mission, wie sie sagen. Die Mission nennt sich «Swiss Jump Rope». Dabei handelt es sich um ein Projekt von Amir Kazemi. Der 27-Jährige wird während zwei Monaten die Schweiz springseilend durchqueren. Mit der Aktion will der Iraner auf das Kleinspargruppen-Programm der Hilfsorganisation Care International (siehe Kasten) aufmerksam machen. Heute um 11 Uhr startet Kazemi die Reise beim Schiffsrestaurant Hu Bin in Gaissau. Am Nachmittag trifft er in Rorschach ein, dem ersten Etappenziel. Die Reise endet am 26. April in Saint-Julien-en-Genevois in Frankreich, nahe Genf.

Kazemi ist Mittelstreckenläufer und nimmt in seiner Heimat an nationalen Wettkämpfen teil. Sein Ziel sind die Olympischen Spiele 2020. «Letztes Jahr kam mir der Gedanke, dass ich den Sport mit einem guten Zweck verbinden könnte», sagt Kazemi, der auch als Webdesigner arbeitet. Das Kleinspargruppen-Programm begeisterte den Athleten schon länger. Als er 2017 in St. Moritz trainierte, traf er sich gleich mit Leuten von Care International. Schliesslich lancierte Kazemi «Swiss Jump Rope». «Ich fand, dass unser Projekt zu wenig Aufmerksamkeit erhalten würde, wenn ich nur rennen würde», sagt er. «Deshalb das Springseil.» Begleiten wird ihn Roya Akbari – ohne Springseil, aber rennend oder auf dem Velo. Die 33-Jährige ist keine Profiathletin, jedoch «eine begeisterte Sportlerin», wie sie sagt. Um in die Schweiz reisen zu können, musste Akbari lügen. «Ich komme aus einer traditionellen Familie. Mir ist es als junge Frau nicht erlaubt, alleine zu verreisen», sagt sie. «Also log ich und erzählte, dass der Auslandaufenthalt mit meiner Arbeit als Beraterin zu tun hat.» Das Lügen nimmt sie in Kauf. «Ich brenne für dieses Projekt.» Akbari wird die Reise dokumentieren – wer diese verfolgen will, kann dies auf Instagram und Facebook unter «Swiss Jump Rope» tun.

400 Kilometer, 41 Etappen – Kazemi und Akbari haben sich einiges vorgenommen. «Wir wollten in so vielen Gemeinden wie möglich vorbeikommen», sagt Kazemi. Die beiden werden jeden Tag zwei Stunden unterwegs sein. Ziel ist es, dass Kleinspargruppen-Modell bekannter zu machen. «Wir wollen so viele Leute wie möglich erreichen, sie überzeugen und neue Unterstützer finden», sagt Kazemi. Er hofft, dass er auch Vorträge halten kann. Und, dass die Sprache keine Hürde sein wird – beide sprechen ausschliesslich englisch. «Wir informieren die Gemeinden jeweils im Voraus über unsere Ankunft», sagt Kazemi. In einigen Orten haben sie bereits die Bestätigung, dass sie einen Vortrag halten können, etwa in der Uni St. Gallen nächste Woche.

Von einer Couch zur nächsten

Die Reise ist für die Iraner eine Herzensangelegenheit. Und ein Abenteurer. Wo sie jeweils schlafen werden, wissen sie nicht. Via der Webseite «Couch Surfing» werden sie ihre Unterkünfte suchen. In Rorschach hatten sie Erfolg. Als Johannes Weiss vom Verein Löwenquartier die Anfrage auf «Couch Surfing» sah, lud er sie gleich ein. Seit einer Woche sind Kazemi und Akbari nun in Rorschach, wo sie im Update Fitness trainierten. Als Läufer ist es sich Kazemi gewöhnt, täglich 20 Kilometer zu rennen. «Mit dem Springseil ist es aber anders. Ich kann nicht gleich schnell rennen und für die Beine ist es anstrengender.» Morgen geht es weiter nach St. Gallen. Dort können Kazemi und Akbari in einer WG unterkommen– dank Weiss, der herumgefragt hat. Kazemi: «Auf das sind wir angewiesen, dass sich das Projekt herumspricht.»

Heute um etwa 14 Uhr erreichen Kazemi und Akbari das Berufs- und Weiterbildungszentrum Rorschach. Johannes Weiss wird einen Infostand aufstellen. «Wir sind sehr aufgeregt und freuen uns» sagt Kazemi. Akbari nickt. «Swiss Jump Rope braucht noch Unterstützung. Wir haben keine Sponsoren und nicht viel Geld. Aber wir glauben an die Sache.»

Detaillierte Route unter

www.swissjumprope.com

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