Blickfänge im Schloss Roggwil

REGION AM SEE. Dieses Wochenende zeigen im Schloss Roggwil wieder Kunstschaffende aus der ganzen Ostschweiz ihre Werke. Darunter auch die Goldacher Theres Lach und Erwin Senn sowie die Staaderin Lucia Zingerli.

Andrea Sterchi
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Objekte in Glasguss der Staader Künstlerin Lucia Zingerli. (Bild: pd)

Objekte in Glasguss der Staader Künstlerin Lucia Zingerli. (Bild: pd)

REGION AM SEE. Vor 18 Jahren hat die Goldacher Künstlerin Theres Lach die Ausstellung «Blickfänge – Meisterliches von Hand gefertigt» im Schloss Roggwil zum ersten Mal organisiert. Das Schloss kannte sie von Anlässen. «Das Ambiente dort hat mich immer fasziniert», sagt sie. Und als eine befreundete Floristin ihr vorschlug, gemeinsam im Schloss auszustellen, war die Idee für die Blickfänge-Ausstellung geboren. Damals zeigten vier Kunstschaffende ihre Werke in den unteren Räumen des Schlosses. Seither ist die Ausstellung um einiges gewachsen und nützt heute alle Räume. Fragte Theres Lach am Anfang die Künstler an, melden sich diese heute von sich aus.

Von Glas bis Papier

13 Kunstschaffende sind es dieses Jahr. Sie zeigen Arbeiten mit den unterschiedlichsten Materialien. So wie beispielsweise die Krippen hinter Glas der Appenzeller Künstlerin Ruth Fischli-Tanner oder die Objekte aus Papier von Orfea Mittelholzer, Herisau. Auch drei Kunstschaffende aus der Region stellen aus. Organisatorin Theres Lach, präsentiert Paarfiguren zum Thema Zweisamkeit und Engel aus Keramik. Sie brennt ihre Skulpturen nicht nur im Elektrogasofen, sie arbeitet auch mit der speziellen Raku-Technik.

Mit Glas beschäftigt sich die Staader Künstlerin Lucia Zingerli. An der Blickfänge-Ausstellung zeigt sie Objekte in Glassguss. Das ist eine Technik, bei der der Guss im Ofen und die weitere Bearbeiten aufwendig im Kaltverfahren zum fertigen Objekt ausgeführt werden. Ihre Bilder sind Arbeiten in verschiedenen Techniken, Materialien und Farben. Motiv und Ausdruck entstehen während der Arbeit.

Von Gold und Edelstahl

Der Goldacher Goldschmied Erwin Senn zeigt vor allem seine Passion – Eheringe. Dabei verarbeitet er als wohl einziger Goldschmied überhaupt Edelstahl und Gold – und vor allem Perlen in allen Farben. Speziell ist bei ihm, dass er seine Stücke alle von Hand fertigt und auch von Hand fasst.

Die Organisation der Ausstellung abzugeben, daran denkt Theres Lach auch nach 18 Jahren noch lange nicht. Sollte dies einmal der Fall sein, möchte sie ihre Nachfolge einarbeiten. «Mir ist wichtig, dass die Ausstellung im gleichen Sinn weitergeführt wird.»

Vernissage: Fr, 18. Nov., 19 Uhr, Lesung mit Kinderbuchautorin Jacqueline Senn, Musik mit Regula Sieber, Klavier, und Canto Lupo (René Wolfer), Gesang Sa, 19. Nov., 10–18 Uhr, So, 20. Nov., 10–17 Uhr