Blicke in Appenzeller Gärten

Was war die Rolle von alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz beim Verkauf der Kantonalbank? In der Erfreulichen Uni im Palace geht es in den nächsten Anlässen um Appenzell Ausserrhoden.

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Am 13. Februar entscheidet das Ausserrhoder Stimmvolk über Subventionen für Konzert und Theater St. Gallen. Im Bild die Tonhalle. (Bild: Urs Bucher)

Am 13. Februar entscheidet das Ausserrhoder Stimmvolk über Subventionen für Konzert und Theater St. Gallen. Im Bild die Tonhalle. (Bild: Urs Bucher)

Zum einen sei Appenzell Ausserrhoden bekannt für linke Freigeister, zum anderen für seine grosse Vermögen begünstigende Steuerpolitik. Das heisst es in einer Mitteilung zum Programm der Erfreulichen Universität im Palace. Unter dem Titel «In Nachbars Garten» geht es um den Kanton Appenzell Ausserrhoden. Der aus stadtpolitischer Sicht spannendste Anlass findet am 25. Januar statt. Besprochen wird die Vorlage über den Kulturlastenausgleich, die am 13. Februar an die Urne kommt. 1,5 Millionen Franken will der Nachbarkanton künftig an Konzert und Theater St. Gallen zahlen. Dagegen mache die SVP starke Opposition und wolle statt der «Hochkultur» lieber die «Volkskultur» fördern.

Nutzgärten und Grillgärten

Gast wird an dieser Diskussion unter anderem Köbi Frei, Ausserrhoder Finanzdirektor, sein. Es soll dabei zur Sprache kommen, wie wichtig der Kulturlastenausgleich für die Stadt sei. Aber auch, welche Rolle das «Steuerdumping» der Appenzeller dabei spiele.

Mit zwei weiteren Anlässen will die Erfreuliche Uni ergründen, wohin sich Ausserrhoden entwickelt. So ist morgen Dienstag Roman Häne, Gärtner und Landschaftsarchitekt, zu Gast. Im Frühling ist von ihm eine Ausstellung über Appenzeller Gärten im Museum Herisau zu sehen. Er gibt dabei Einblick in seine Recherchen über Appenzeller Nutzgärten und stellt eine Spannung zwischen traditioneller Gartenarchitektur sowie den Sitzplatz-, Grill- und Thujaheckengärten fest.

Eine «verlorene Geschichte»

Am 1. Februar geht es dann um die Ausserrhoder Kantonalbank. Diese wurde, so die Mitteilung, 1995 aufgrund von Fehlspekulationen an die UBS verkauft. Als politische Folge sei Hans-Rudolf Merz, der spätere Bundesrat, in den Ständerat gewählt und die Landsgemeinde abgeschafft worden. Über den «Fall Kantonalbank» diskutieren Peter Witschi, Ausserrhoder Staatsarchivar, Hanspeter Spörri, Mitglied im Initiativkomitee zur Wiedereinführung der Landsgemeinde, sowie WOZ-Redaktor Kaspar Surber. Dieser hat die Rolle von Hans-Rudolf Merz beim Kantonalbank-Verkauf journalistisch aufgearbeitet. Zur Sprache kommen soll unter anderem, was diese «verlorene Geschichte» für die Entwicklung des Kantons bedeute.

Alle Anlässe beginnen um 20.15 Uhr im Palace. (kl)

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