«Bistum Chur hätte wohl keine Freude»

Morgen Sonntag findet um 11.15 Uhr ein ökumenischer Fasnachtsgottesdienst in der Rorschacher Kolumbanskirche statt. Der Pfarreibeauftragte Patrick Büchel spricht über Lebensfreude in der Kirche und Kritik am bunten Treiben.

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Patrick Büchel Pfarreibeauftragter (Bild: pd)

Patrick Büchel Pfarreibeauftragter (Bild: pd)

Morgen Sonntag findet um 11.15 Uhr ein ökumenischer Fasnachtsgottesdienst in der Rorschacher Kolumbanskirche statt. Der Pfarreibeauftragte Patrick Büchel spricht über Lebensfreude in der Kirche und Kritik am bunten Treiben.

Herr Büchel, sind die Fasnachtsgottesdienste jeweils gut besucht?

Meiner Wahrnehmung nach erscheinen immer sehr viele Leute zu diesen Gottesdiensten. Erfreulich ist, dass wir auch Leute in der Kirche begrüssen dürfen, die wir sonst nicht unbedingt zu unseren Stammkunden zählen können.

Wie stehen Sie persönlich zu den Fasnachtsgottesdiensten?

Ich finde es eine gute Sache. Für mich hat es insofern auch etwas Liturgisches, als dass man vor der Fastenzeit und der Vorbereitung auf Ostern nochmals Energie ablassen kann. Der Unterschied zur Fastenzeit ist so intensiver, wodurch eine bewusstere Wahrnehmung der Vorbereitung auf Ostern entstehen kann.

Gibt es auch Kritik?

Das Bistum Chur hätte wohl keine allzu grosse Freude an solchen Gottesdiensten und vereinzelt gibt es auch Kritik von Kirchenbesuchern. Zu meinem Gottesbild gehört aber auch Freude und Ausgelassenheit. Ausserdem gilt auch bei der Kirche, dass man es nie allen recht machen kann. Der Fasnachtsgottesdienst hat in Rorschach schon eine über 20jährige Tradition. Das ist ein gutes Zeichen.

Veranstalten auch andere Kirchgemeinden der Schweiz Fasnachtsgottesdienste?

Die Kombination von Fasnacht und Gottesdienst gibt es auch in einigen anderen Kirchgemeinden. Wir machen hier etwas Besonderes, einzigartig ist es aber nicht. (pab)

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