Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BILDUNG: «Wir fühlen uns wohl in Gossau»

Regelmässig wird Gossau als Standortgemeinde der Pädagogischen Hochschule (PHSG) in Frage gestellt. Dabei bilden die Schule und Gossau eine Symbiose, und die Standortfrage wäre andernorts berechtigter.
Sebastian Schneider
Schulpräsident Urs Blaser (links) und Prorektor Martin Annen nutzen die räumliche Nähe der PHSG zum OZ Buechenwald. (Bild: Urs Bucher)

Schulpräsident Urs Blaser (links) und Prorektor Martin Annen nutzen die räumliche Nähe der PHSG zum OZ Buechenwald. (Bild: Urs Bucher)

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch

Bleibt Gossau Standortgemeinde der PHSG? Mit dieser Frage wird Schulpräsident Urs Blaser regelmässig konfrontiert. Auch im Wahlkampf ums Stadtpräsidium wurde die Frage aufgeworfen. Prorektor Martin Annen sowie Urs Blaser betonen aber die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Institution.

Herr Annen, Herr Blaser, wie gut kennen Sie sich eigentlich?

Martin Annen: Wir kennen uns bereits seit 2005. In verschiedenen Funktionen kamen wir immer wieder in Kontakt. Seit 2012, seit ich Prorektor an der PHSG bin, hat sich unser Austausch nochmals intensiviert.

Und tauschen Sie sich auch über die Standortfrage aus?

Annen: Die PHSG hat an drei Orten vier Hochschulgebäude. Das sind die Rahmenbedingungen, die uns der Kanton vorgibt. Unser Auftrag ist, daraus die bestmöglichen Voraussetzungen für die Studierenden zu schaffen.

Urs Blaser: Wenn ich mit der Standortfrage konfrontierte werde, berufe ich mich immer auf den Bericht der Regierung aus dem Jahr 2011. Sie schreibt darin, dass es sinnvoll wäre, sich auf die Standorte Rorschach und Gossau zu konzentrieren. Dieser Bericht gilt noch als aktuell, jedenfalls höre ich derzeit nichts anderes. Sonst ist uns der Austausch wichtig, um zu erfahren, was die Bedürfnisse der PHSG sind.

Und gibt es da Bedürfnisse?

Annen: Es gibt in diesem Gebäude die eine oder andere Herausforderung.

Das heisst?

Annen: Wir haben einige räumliche Engpässe, die ich als kritisch beurteile. Dies betrifft besonders die Mediathek/Bibliothek. Wir bieten darin zwölf Arbeitsplätze für Studierende, obwohl wir eigentlich 60 brauchen. Es ist davon auszugehen, dass der Raumbedarf gar noch steigt, etwa für den Fachbereich Musik.

Ist die Planung einer Erweiterung schon im Gange?

Annen: Eigentümer der Liegenschaft ist der Kanton. Unsere Bedürfnisse haben wir kommuniziert und eine erste Auslegeordnung vorgenommen. Dabei hat sich gezeigt, dass es aufgrund der hohen Auslastung nicht möglich ist, innerhalb des Gebäudes die notwendigen Raumkapazitäten zu schaffen. Dazu braucht es eine Erweiterung.

Blaser: Bislang kam der Kanton noch nicht auf uns zu. Ich gehe davon aus, dass er das tut, sobald er mit einer konkreten Planung beginnen will.

Hat man die PHSG auch bei der Planung des Masterplans Sportanlagen berücksichtigt?

Blaser: In den Plänen ist tatsächlich eine Fläche vorgesehen für eine allfällige Erweiterung der Hochschule. Auch wenn diesbezüglich nichts spruchreif ist: Wir wollen bereit sein, wenn etwas kommt.

Was genau macht die PHSG für Gossau denn so wichtig?

Blaser: Sie gibt der Stadt ein Renommee, und es gibt viele Leute, die extra wegen der Hochschule nach Gossau kommen. Abgesehen davon arbeiten Stadt und Hochschule hervorragend zusammen.

Wie konkret?

Blaser: Zwischen der Oberstufe Gossau und der PHSG besteht eine einzigartige Nähe. Unsere Schule bekommt Inputs von der Hochschule, während Dozierende und Studierende bei Lehrpersonen nachfragen können, wie es in der Praxis aussieht. Manchmal führt die PHSG Fachreferate im OZ Buechenwald durch. Schön ist auch, dass sich in der Mensa Schüler, Studierende, Dozierende und Lehrpersonen treffen.

Annen: Wir können unzählige Projekte nennen. Ich selber erarbeite seit Jahren mit Studierenden eine Mathematikprüfung, die von Schülern im Buechenwald geschrieben wird. Wir benoten die Prüfung, und der Lehrer gibt sie den Schülern zurück. Es gibt auch regelmässige Treffen mit Schulleitern, sie unterstützen uns als Mentoren in der berufspraktischen Ausbildung.

Eine Symbiose zwischen PHSG und der Schule vor Ort würde aber auch andernorts gut funktionieren.

Annen: Das schon, es ist aber nicht selbstverständlich, dass das Zusammenspiel so gut funktioniert. Ich muss betonen: Wir fühlen uns hier sehr wohl.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.