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BILDUNG: Mehr Kinder, mehr Klassen, mehr digitale Medien

Nicht nur die grössere Anzahl Kindergärtler beschäftigt die Schule Goldach im kommenden Jahr. Auch mit der Medienbildung und fremdsprachigen Kindern setzt sich die Schulkommission auseinander.
Jolanda Riedener
Bild: Keystone / AP Photo

Bild: Keystone / AP Photo

Die Schülerzahlen in Goldach sind zwar konstant, im August wird aber voraussichtlich ein starker Jahrgang in den Kindergarten eintreten. Zusammen mit den Kindern der zweiten Kindergartenstufe werden es im kommenden Schuljahr 191 Kindergärtler sein. Gemäss Schulpräsident Andreas Gehrig rechnet man damit, dass weitere Familien in die Gemeinde zuziehen werden. «Auch die Geburtenrate ist eher zunehmend», sagt er. Deshalb will man in Goldach wieder eine zehnte Kindergartenklasse einführen. Ein entsprechender Kredit von 55000 Franken für eine zusätzliche Kindergartenlehrperson hat die Schulgemeinde in den Voranschlag 2018 aufgenommen. Auch die schulergänzende Betreuung – wie Kinderkrippe oder Mittagstisch – werde von der Schulkommission aktuell überprüft.

Die Schulgemeinde weist einen Minderaufwand von 1,6 Prozent auf und fällt in der Rechnung 2017 besonders ins Gewicht. Der Schulbetrieb kostet aber 263776 Franken weniger als budgetiert. Wünschenswert ist gemäss Gehrig nicht ein Rechnungsüberschuss, sondern eine Punktlandung. Grund für die Abweichung sind Lohn- und Sozialkosten. «Wegen einigen Pensionierungen im Lehrerteam ergibt sich ein geringerer Aufwand», sagt Gehrig. Denn die nachfolgenden, jüngeren Lehrpersonen erhalten einen tieferen Lohn.

Digitale Bildung geht ins Geld

Die zunehmenden Schülerzahlen sind für die Gemeinde zwar eine Herausforderung, die Schule beschäftigt derzeit aber andere Bereiche. Die Digitalisierung zum Beispiel. Die Nutzung und Vermittlung mit Tablets und Smartphones schreibt laut Gehrig nicht nur der neue Lehrplan vor, sondern ist auch die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung, der man gerecht werden will. «Wir wollen bei der Vermittlung nicht nur an der Oberfläche kratzen», sagt Gehrig und unterstreicht die Wichtigkeit dieses Bildungsbereichs. Den «Sackcomputer» wolle man in den Unterricht integrieren. Eine Arbeitsgruppe sei derzeit damit beschäftigt, ein zeitgemässes Medienkonzept zu erarbeiten.

Neben der Vermittlungsarbeit sind digitale Medien auch ein Posten, «der ins Geld gehen wird». Bereits vor acht Jahren wurden im Schulhaus Bachfeld digitale Wandtafeln, sogenannte Smartboards, angeschafft. Nach und nach hat die Gemeinde auch die anderen Schulhäuser damit ausgestattet. Die Geräte sind inzwischen in die Jahre gekommen, deshalb denke man über ein Nachfolgesystem nach.

Weiter ist die Schule Goldach bestrebt, Asylsuchende und fremdsprachige Schüler, rasch zu integrieren. «Als dritte Gemeinde in der Region haben wir 2016 eine Integrationsklasse ins Leben gerufen», sagt Gehrig. Ziel dieser stufenübergreifenden Klassen ist es, den Schülerinnen und Schülern möglichst rasch Deutsch beizubringen und sie in eine Regelklasse zu integrieren. Weil derzeit keine schulpflichtigen Asylsuchende in Goldach sind, werde die Klasse im Sommer geschlossen. «Wir profitieren von den gemachten Erfahrungen und führen die Integrationsklasse bei Bedarf wieder ein», sagt Gehrig. Gleichzeitig ist die Situation mit Kindergartenschülern aus Einwanderungsfamilien zweiter Generationen schwierig: Oft sprechen sie kaum Deutsch. Man suche mit den Eltern das Gespräch. «Diese sind in der Pflicht, mit den Kindern Deutsch zu sprechen», sagt Gehrig. Für rund 23 Prozent der Kinder, die in den Kindergarten eintreten, ist Deutsch die Zweitsprache. Der Verein «Wunderfitz & Redeblitz» sei um die frühe Sprachförderung bemüht und lege eine Basis für eine erfolgreiche Einschulung. Etwa mit Sprach- und Bewegungsspielen soll die deutsche Sprache erlernt werden. Das Projekt wurde im Sommer vergangenen Jahres lanciert. Erste Erfahrungen liessen ein positives Fazit ziehen.

Die Bildungskommission ist in dieser Form in die zweite Amtsdauer gestartet. In der Kommission sind auch externe Mitglieder vertreten, neu ist das Susanne Ravaioli. Aus dem Gemeinderat nimmt neu Reto Kuratli (SP) anstelle von Martin Hochreutener (SVP) Einsitz. Als Lehrervertretung ist Corinne Hollenstein der Bildungskommission beigetreten. Schulpräsident Andreas Gehrig plant, seine Funktion noch bis Ende der Legislatur 2020 auszuüben.

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