Bilder und Raku-Figuren

Die Künstlerinnen Rita Harder und Irene Müller stellen gemeinsam in der «Bären»-Galerie Häggenschwil ihre Werke aus. Entstanden ist die Zusammenarbeit eher zufällig.

Ramona Riedener
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Irene Müller (links) und Rita Harder zeigen ihre Kunstwerke in der Bären-Galerie in Häggenschwil. (Bild: Urs Bucher)

Irene Müller (links) und Rita Harder zeigen ihre Kunstwerke in der Bären-Galerie in Häggenschwil. (Bild: Urs Bucher)

HÄGGENSCHWIL. Zusammen eröffneten die Gossauer Malerin Rita Harder und die St. Galler Tonkünstlerin Irene Müller am Sonntag mit der Vernissage ihre Ausstellung in der Galerie im «Bären» in Häggenschwil. Dicht gedrängt versuchten die vielen Besucher einen Blick auf die ausgestellten Bilder und Raku-Objekte zu werfen. Während die farbenfrohen Bilder von Rita Harder, meist Blumenmotive, die Wände zieren, zeigen die auf dem Boden oder auf Ständern plazierten Raku-Objekte von Irene Müller formschöne Frauenkörper, Tierfiguren und abstrakte Objekte.

Synergien nutzen

Dass die beiden unterschiedlichen Künstlerinnen gemeinsam ausstellen, kam mehr oder weniger zufällig zustande. Beide haben sich für eine Ausstellung in der «Bären»-Galerie angemeldet. Von der Idee Walter Sutters vom «Bären», die Ausstellung gemeinsam zu machen, waren die beiden Frauen überzeugt. «Für sie hat es viele Vorteile, mit Kolleginnen oder Kollegen auszustellen, weil so auch die Wände geschmückt sind. Ausserdem zieht eine gemeinsame Ausstellung mehr Publikum an, und die Kosten können geteilt werden», sagt Irene Müller. «Unsere Vorgehensweise beim Erschaffen eines Werkes ist sehr ähnlich. Nur das Material ist verschieden», ergänzt Rita Harder. Während unter den Händen der Tonkünstlerin aus einem Lehmklotz eine Figur entsteht, wird bei der Malerin aus einem skizzierten Motiv am Ende ein farbenfrohes Bild. «Das Werk ist fertig, wenn es nirgends mehr <unschöne Stellen> gibt», so die Künstlerinnen.

Spiel mit dem Feuer

Die gelernte Töpferin Irene Müller betreibt ihre Kunst als Hobby. Seit 1985 hat sie in St. Gallen, wo sie lebt, geboren und aufgewachsen ist, ein eigenes Atelier. Dort gibt sie Töpferkurse und unterrichtet auf der Mittelstufe. Die Raku-Brenntechnik ist inzwischen zu ihrer Lieblingsbrennart geworden. Hektisch, aber auch abenteuerlich geht es zu, wenn sie die glasierten Figuren nach dem Rohbrand im selbstgebauten Raku-Ofen bei rund 1000 Grad brennt. Mit Helm und Schutzausrüstung gibt sie danach das glühende Objekt ins Sägemehl zum Abkühlen. Welche Farben und Effekte dabei entstehen, kann die erfahrene Künstlerin nie ganz genau wissen.

Inspiriert durch die Asienreise

Die Gossauer Künstlerin Rita Harder hat ihre Leidenschaft zur Malerei im Jahr 2007 zum Beruf gemacht. In ihrem eigenen Atelier gibt sie neben ihrem Kunstschaffen Mal- und Zeichenunterricht und organisiert Malreisen. Eigentlich wollte die Malerin an dieser Ausstellung etwas anderes präsentieren. «Doch das passte dann auf einmal nicht mehr», sagt die Künstlerin. Ihre Asienreise im Frühling habe sie dann zu «Farben» inspiriert. «Als ich zurückkam, wusste ich, was ich machen muss.» In Asien komme man um die Farben nicht herum, so Rita Harder. Das Ergebnis ihrer Inspiration sind farbenfrohe Blumenmotive.

Ausstellung geöffnet Sa und So, sie dauert noch bis 15. November.