Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Bibliothek in einer Telefonkabine

ST.GALLEN. Im Linsebühl gibt es bald die kleinste Hol-Bring-Bücherei in St. Gallen. In der Telefonkabine bei der ehemaligen Post stehen den Quartierbewohnern 600 Bücher zur freien Verfügung.
Elisabeth Reisp
Die Bücher-Telefonzelle an der Linsebühlstrasse 97. (Bild: Elisabeth Reisp)

Die Bücher-Telefonzelle an der Linsebühlstrasse 97. (Bild: Elisabeth Reisp)

Ausgerechnet in einer Telefonkabine richtet der Quartierverein Südost eine Bibliothek ein. In einer Telefonkabine, man mag sich noch erinnern oder auch nicht, ist kaum Platz für mehr als eine Person. Füllt man diese mit 600 Büchern, wirds nicht komfortabler. Charmant ist die Idee hingegen zweifelsohne, wenngleich nicht neu: In Deutschland werden bereits vereinzelt alte Telefonkabinen dafür genutzt. Patrick Roth, ein Bewohner vom Linsebühl, hat das dort gesehen und wollte so etwas auch für sein Quartier.

Mit der Aufhebung der Telefonkabine an der Linsebühlstrasse 97, in der ehemaligen Post, hat er das ideale Objekt gefunden. Bereits am Samstag, 29. März, anlässlich der St. Galler Literaturtage, wird die Mini-Bibliothek um 11 Uhr mit einer Performance eröffnet. Der Eröffnungstag ist zugleich Bring-und-Hol-Tag, um die Bücherei überhaupt erstmal zu füllen. Von 11 bis 15 Uhr dürfen Bücher gebracht und mitgenommen werden. Der Namen des Projektes: Lesebine. Abgeleitet von der Telefonkabine.

Für Benutzer kostenlos

Die Ausleihe ist gratis. Wer ein Buch herausnimmt, sollte es dafür durch ein ausrangiertes aus dem heimischen Regal ersetzen.

Die Bücherei ist ein Projekt für die Menschen des Quartiers und funktioniert auch nur mit deren Hilfe. Der Quartierverein Südost übernimmt die 360 Franken für den einjährigen Testbetrieb. Danach werden Sponsoren für die Miete gesucht. Die Kabine öffnen am Morgen die Frauen vom gegenüberliegenden Kiosk. Sie schliessen am Abend auch wieder ab und haben sich darüber hinaus bereit erklärt, ein wachsames Auge auf das Geschehen in der Kabine zu haben. Gerade zum Schutz der Kinder.

Träger ist der Quartierverein

Für die Investitionsgebühr inklusive der Kosten für die Eröffnung von 2500 Franken kommt die Stadt auf. Der Quartierverein hat die Trägerschaft übernommen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.