Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Biber geht auf St. Gallerstrasse spazieren

Rudolf Hirtl
Der Biber spaziert auf der St. Gallerstrasse in Goldach, lässt sich in der Florastrasse einfangen und wird kurz vor Mitternacht in Altenrhein in die Natur entlassen. (Bilder: Rudolf Hirtl)

Der Biber spaziert auf der St. Gallerstrasse in Goldach, lässt sich in der Florastrasse einfangen und wird kurz vor Mitternacht in Altenrhein in die Natur entlassen. (Bilder: Rudolf Hirtl)

Goldach Da staunen Autofahrer am Freitagabend Bauklötze. Kurz vor 23 Uhr spaziert ein Biber in Goldach seelenruhig auf der St. Gallerstrasse in Richtung Rorschach. Der wanderlustige Nager wechselt dabei munter die Fahrbahn und läuft Gefahr, unter die Räder zu kommen. Was tun? Den Warnblinker einschalten, den Verkehr regeln und den Biber in die Florastrasse lotsen, wo um diese Zeit kaum Autos unterwegs sind. Passanten helfen, den kleinen putzigen Kerl in eine Garageneinfahrt zu treiben. Gemeinsam wird verhindert, dass der Biber zurück auf die Hauptstrasse läuft. «Es hat ja auch Füchse und andere Tiere in der Stadt. Lassen Sie den Biber ruhig laufen, der findet schon seinen Weg», sagt der informierte Polizeibeamte am Telefon und findet es nicht nötig, den Wildhüter zu informieren. Dies wiederum findet der dann selbst angerufene Mirko Calderara, Wildhüter für den Kreis Fürstenland-St. Gallen-Bodensee-unteres Rheintal, zumindest «seltsam». Eine Dreiviertelstunde später ist er da. Eine Metallkiste im Gepäck. Es dauert keine Minute und der in die Enge getrieben Biber lässt sich ohne Gegenwehr in die Kiste verfrachten. Es ist nicht der erste Biber, den der Wildhüter einfangen muss. Doch in Goldach und Rorschach musste er dies bis anhin noch nie tun. «Der Biber ist vermutlich vom Seeufer hier rauf spaziert, auf der Suche nach einem neuen Quartier. Hätten wir ihn nicht eingefangen, wäre er wohl innert einer halben Stunden überfahren worden», so Mirko Calderara. Dieses Schicksal bleibt dem zweijährigen Tier erspart. Der Wildhüter fährt nach Altenrein und entlässt den Biber dort in den Bodensee.

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.