Bewegung im Fall «Kastanienhof»

Der Stadtrat soll nach den Sommerferien über ein Sanierungsprojekt für das Restaurant Kastanienhof entscheiden. Der jetzige Pächter arbeitet beim Projekt nicht mehr mit. Er hofft auf eine andere Lösung.

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Das Restaurant Kastanienhof bei der Kreuzbleiche. (Bild: Sam Thomas)

Das Restaurant Kastanienhof bei der Kreuzbleiche. (Bild: Sam Thomas)

Der «Kastanienhof» bei der Kreuzbleiche ist zwar geöffnet und läuft nach Angaben des Wirts «so gut wie noch nie in den letzten zehn Jahren». Hinter den Kulissen schwelt aber schon lange ein Konflikt über die Sanierung des Restaurants, welches der Stadt gehört. Wirt und Eigentümerin sind sich nicht einig über die Form der Sanierung. Während Simon Steingruber sein jetziges Konzept beibehalten und die Beiz sanft renovieren will, um «den Charme zu erhalten», schwebt der Stadt eine Sanierung vor, die auch Möglichkeiten für spätere Wirte und Konzepte offen hält.

Nun ist scheinbar Bewegung in die Sache gekommen. Laut Bausekretär Alfred Kömme hat man sich so weit geeinigt, dass die Stadt das Sanierungsprojekt allein weiterverfolgt. Dies, obwohl Simon Steingruber einen Projektwettbewerb, der vor drei Jahren durchgeführt wurde, gewonnen hatte. Die Meinungen über die konkrete Umsetzung des Konzepts gingen zu stark auseinander.

Zuerst Projekt, dann Pächter

Man habe stattdessen ein Projekt ausgearbeitet, dass flexibler sei und verschiedene Möglichkeiten biete, sagt der Bausekretär. Für ein Restaurant an dieser Lage brauche es zudem etwas Besonderes, einen Anziehungspunkt wie etwa eine spezielle Speisekarte.

Das Sanierungsprojekt wird laut Alfred Kömme nach den Sommerferien dem Stadtrat vorgelegt. Ist dieser einverstanden, kommt eine entsprechende Vorlage vors Stadtparlament. Es entscheidet darüber, ob die Stadt mehrere Millionen in das Restaurant investieren soll.

Mit der Sanierung könne aber frühestens Anfang nächsten Jahres begonnen werden. Der jetzige Pächter könne sich dann aufgrund des Projekts entscheiden, ob er bleiben wolle.

Verkauf an Brauerei?

Simon Steingruber hofft weiterhin, dass sich der Stadtrat für eine sanftere Renovation und nicht das «Überprojekt» entscheidet. «Wir brauchen keinen Gourmettempel.» Man wolle die breite Öffentlichkeit ansprechen.

Steingruber schwebt eine weitere Möglichkeit vor: Die Stadt könnte den «Kastanienhof» an die Brauerei Schützengarten verkaufen. Sie kenne sich mit solchen Sanierungen aus und sei kompetent.

Für Bausekretär Kömme ist ein Verkauf «denkbar», steht zurzeit aber nicht im Mittelpunkt. Aufgabe der Bauverwaltung sei es nun, ein Projekt für die Sanierung auszuarbeiten. Was mit dem Restaurant schliesslich geschehe, werde Gegenstand der politischen Diskussion sein. (km)