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Bewährtes gegen «Pärklisaufen»

Mit den ersten Frühlingstagen hat die Zeit der jungen Nachtschwärmer begonnen, die es sich in den Gassen und Parks der Stadt gemütlich machen. Sozialarbeiter, Anwohner und Stadtpolizei suchen auch dieses Jahr den Dialog mit ihnen.
Anina Rütsche
Das St. Mangen-Pärkli ist in den warmen Jahreszeiten ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. (Archivbild: Ralph Ribi)

Das St. Mangen-Pärkli ist in den warmen Jahreszeiten ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. (Archivbild: Ralph Ribi)

Wenn Jugendliche ihre Treffen ins frühlingshafte Freie verlegen, leisten die Sozialarbeiter der städtischen Fachstellen Spezialeinsätze am Wochenende. Sie besuchen die jungen Nachtschwärmer und sprechen mit ihnen. «Solche Leitplanken sind wichtig, damit die Abende im Ausgang friedlich verlaufen», sagt Benjamin Lütolf, Mediensprecher der Stadtpolizei. Bei schönem Wetter kommen laut Lütolf mehrere tausend Jugendliche in der Innenstadt und rund 300 auf den Wiesen beim Mannenweier zusammen – zum «Pärklisaufen», wie es einige nennen. «Dies bringt teilweise auch übermässigen Alkoholkonsum, Lärm, Littering, Gewalt und Vandalismus mit sich.»

Dialog in den Drei Weieren

Bei den Weieren beispielsweise beklagen sich immer wieder Anwohner über Ruhestörungen und liegengelassenen Abfall. Um den Dialog zwischen den festfreudigen Jugendlichen und den St. Geörglern zu fördern, greift die Fachstelle für aufsuchende Sozialarbeit der Stiftung Suchthilfe dieses Jahr erneut auf die Präventionsaktion «Wir sind 3weiern» zurück. «Da diese in der Saison 2012 ein Erfolg war, haben wir beschlossen, sie weiterzuführen», sagt Jürg Niggli, Geschäftsleiter der Stiftung Suchthilfe St. Gallen.

Das Projekt «Wir sind 3weiern» wurde laut Niggli in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei und dem Quartierverein St. Georgen erarbeitet. Es besteht aus drei Abendveranstaltungen, die bei den Weieren stattfinden. Die erste mit dem Titel «Littering» ist für den 26. April vorgesehen, «sofern das Wetter mitmacht». Zu einer entspannten Atmosphäre soll dann auch die mobile «S:Bar» der Stiftung Suchthilfe beitragen, an der gratis alkoholfreie Drinks ausgeschenkt werden. Diese sei letztes Jahr auf Anklang gestossen.

Einsätze sind wetterabhängig

Während die Teams der Stiftung Suchthilfe an Schönwetter-Wochenenden auf den Drei Weieren präsent sind, wirken die mobilen Jugendarbeiter des Jugendsekretariats im städtischen Talbereich von Winkeln bis Neudorf. In Zweiergruppen suchen sie das Gespräch mit 13- bis 22-Jährigen. «Der Fokus liegt dabei auf informellen Treffpunkten in der Innenstadt», sagt Hansueli Salzmann, Abteilungsleiter des Jugendsekretariats. «Dazu gehören beispielsweise das St. Mangen-Pärkli, der rote Platz und der Bohl.» Laut Salzmann sind solche Rundgänge normalerweise von Mitte März bis Mitte November vorgesehen. Dieses Jahr sei es aber wegen des aussergewöhnlich langen Winters erst im April dazu gekommen. «Das Ganze ist stark wetterabhängig», sagt Salzmann. «An grösseren Anlässen wie der Offa, der Olma und dem St. Galler-Fest sind unsere Leute aber auch unterwegs, wenn es regnet und kalt ist.»

Präsenz auch am Abendverkauf

Auch das Jugendsekretariat hält dieses Jahr an Bewährtem fest: Anfang Mai werden die mobilen Jugendarbeiter einmal mehr mit einem Leiterwagen durch die Stadt ziehen und Bratwürste an junge Partygänger verteilen. Gemäss Salzmann wird zudem die Aktion «Schau hin» in Zusammenarbeit mit der Stiftung Suchthilfe und der Stadtpolizei weitergeführt. Sie wirbt seit 2010 für mehr Respekt im öffentlichen Raum. Zu diesem Thema finden im Laufe der Sommermonate mehrere Anlässe am Bohl statt.

Eine kleine Neuerung gibt es dennoch. In den vergangenen Jahren beschränkten sich die Einsätze des Jugendsekretariats auf die Freitag- und Samstagabende. Seit kurzem finden sie auch donnerstags statt. «Wir haben festgestellt, dass der Abendverkauf vermehrt jüngere Teenager anlockt», erklärt Abteilungsleiter Hansueli Salzmann.

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