Betrieb «mehrheitlich problemlos»

Der Betrieb der provisorischen Asylzentren in der Stadt St. Gallen läuft reibungslos. Jenes im Riethüsli schliesst wie geplant Ende Februar. Jenes in der Jugendherberge bleibt bis Ende April geöffnet.

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In der Jugendherberge am Birnbäumenhang sind vorübergehend rund 90 Asylsuchende untergebracht. (Bild: Hanspeter Schiess)

In der Jugendherberge am Birnbäumenhang sind vorübergehend rund 90 Asylsuchende untergebracht. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ende Februar schliesst das provisorische Asylzentrum des Kantons in der Zivilschutzanlage im Riethüsli seine Türen. Von Anfang an stand fest, dass die Anlage maximal sechs Monate geöffnet bleibt. Eine Verlängerung steht nicht zur Debatte. Die untergebrachten Asylsuchenden sollen in den Gemeinden weiterbetreut werden.

Ende April statt Ende März

Anders sieht es in der Jugendherberge St. Gallen aus. Ihre Schliessung war auf Ende März vorgesehen. Nun bleibt die Jugendherberge einen Monat länger für Asylsuchende geöffnet als geplant. Wegen des weiterhin starken Zustroms von Asylsuchenden hat der Kanton St. Gallen beim Stadtrat um eine Verlängerung bis Ende April ersucht. Der Stadtrat hat diesem Gesuch entsprochen, wie Doris Schwizer, stellvertretende Stellenleiterin Soziale Dienste der Stadt, bestätigt. Somit wird die Jugendherberge erst im Mai wieder für Touristen geöffnet.

Auch wenn es sich bloss um einen zusätzlichen Monat handelt, bedeute die Verlängerung für das kantonale Amt für Migration «eine Entlastung», sagt Urs Weber, Leiter der Asylabteilung. «Wir gewinnen Zeit, um andere Möglichkeiten zur Unterbringung zu suchen.» Die kantonalen Asylzentren sind nach wie vor überfüllt, die Situation hat sich laut Urs Weber in den ersten Wintermonaten kaum entspannt. Trotzdem rechnet Doris Schwizer nicht damit, dass der Kanton in den nächsten Monaten wieder einen Antrag für eine Asylunterkunft auf Stadtgebiet stellt.

Zusammenarbeit klappt

Bei der Stadt zeigt man sich mit dem Betrieb der beiden temporären Asylzentren bis jetzt zufrieden. Die gute Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen des Kantons, den regionalen Zivilschutzorganisation und zahlreichen weiteren Beteiligten wie Freiwilligen und Vereinen hätten einen «mehrheitlich problemlosen Betrieb an beiden Standorten» ermöglicht, schreibt Doris Schwizer. Beide Zentren erreichten die volle Auslastung. In der Jugendherberge sind rund 90 Personen untergebracht, in der Zivilschutzanlage im Riethüsli waren es maximal 100. Zurzeit wohnen dort noch rund 80 Asylsuchende. (cw)

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