Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

BESUCHERREKORD: Naturmuseum zieht Massen an

Seit der Eröffnung im November konnte das Naturmuseum über 64 000 Besucher verzeichnen. Das liegt weit über den Erwartungen. Trotzdem lief in den ersten Monaten im neuen Museum nicht alles glatt.
Luca Ghiselli
Nach dem ersten Halbjahr 2017 hat das Naturmuseum die Besucherzahlen des Vorjahres bereits fast erreicht. (Bild: Urs Bucher (5. Januar 2017))

Nach dem ersten Halbjahr 2017 hat das Naturmuseum die Besucherzahlen des Vorjahres bereits fast erreicht. (Bild: Urs Bucher (5. Januar 2017))

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

2016 war für das Naturmuseum St. Gallen ein bewegtes Jahr. Mit dem Umzug vom Kunklerbau im Stadtpark in den Neubau im Neudorf öffnete sich ein neues Kapitel. Und gleich zur Eröffnung wurde das Naturmuseum von Besucherinnen und Besuchern förmlich überrannt: Allein am ersten Wochenende strömten über 9000 Neugierige in das neue Museum. Zum Vergleich: Im gesamten Vormonat Oktober waren es gerade mal ein Zehntel davon. Und in diesem Stil ging es weiter, wie ein Blick auf die aktuelle Besucherstatistik zeigt.

Der Bonus des Neuen nimmt langsam ab

Konnte das Naturmuseum im vergangenen Jahr rund 48 000 Besucher verzeichnen, sind es zur Jahreshälfte 2017 bereits fast so viele, nämlich 44 000. «Unser Ziel, pro Jahr im neuen Haus 50 000 Besucher begrüssen zu dürfen, werden wir dieses Jahr also auf jeden Fall erreichen», sagt Museumsdirektor Toni Bürgin. Ihm sei aber bewusst, dass es dem Naturmuseum helfe, neu zu sein. Von diesem Bonus habe man in den Anfangsmonaten profitiert. «Nächstes Jahr wird sich das aber wohl wieder einpendeln. Dann wird es unsere Aufgabe sein, mit Sonderausstellungen und speziellen Aktionen dafür zu sorgen, dass die Besucher auch dann zahlreich im Museum erscheinen», sagt Bürgin.

Der grösste Renner unter den Sonderausstellungen war im vergangenen Jahr «Allerlei rund ums Ei». Das Naturmuseum führt sie seit Jahren jeweils vor Ostern durch, zu sehen sind dabei jeweils auch lebende Küken. Dieses Jahr war das aber lange nicht möglich – wegen der Vogelgrippe und den damit verbundenen verschärften Bestimmungen des Bundes. «Wegen des Verbots waren wir dieses Jahr deshalb etwas eingeschränkt. Die Zahlen sind nichtsdestotrotz auch hier zufriedenstellend.» Und auch bei den Anzahl Schulklassen, die an einer Führung durchs Museum teilnehmen, zeigt der Trend nach oben. «Wir haben im ersten Halbjahr 2017 bereits so viele Führungen durchgeführt wie im ganzen vergangenen Jahr», sagt Bürgin. Die Museumspädagogik sei ein wichtiger Pfeiler des Konzepts. Schulklassen machen nämlich fast einen Drittel der gesamten Besucherzahl aus.

Ganz alles war dann aber doch nicht so rosig in den ersten acht Monaten am neuen Standort. Einige Male sorgte das Naturmuseum auch für Kontroversen. So zum Beispiel im vergangenen Februar, als im Stadtparlament ein Vorstoss zum Kinderwagenverbot im Museum eingereicht wurde. In der Diskussion um das Verbot wurde dem Naturmuseum zum Teil mangelnde Familienfreundlichkeit vorgeworfen. «Für uns ist das Thema durch», sagt Bürgin. Das Verbot von Kinderwagen im Museum sei unter den Besucherinnen und Besuchern breit akzeptiert, die Praxis habe sich vor allem an publikumsintensiven Tagen bewährt.

«Fällungen nicht optimal kommuniziert»

Anders handeln würde der Museumsdirektor hingegen im Fall der drei gefällten Bäume vor dem Museum. Diese mussten im Mai weichen, damit zwischen Naturmuseum und Kirche St. Maria Neudorf ein Museumspark entstehen kann. Die Fällungen waren im Vorfeld nicht aktiv öffentlich gemacht worden, im Nachhinein war die Empörung unter Anwohnern gross. «Die Kommunikation war nicht optimal», gesteht Bürgin ein. Zwar seien die Fällungen notwendig gewesen, jedoch habe man bei diesem heiklen Thema zu wenig genau hingeschaut. «Wir sammeln immer noch Erfahrungen und versuchen, aus Fehlern zu lernen», sagt Bürgin. Die Bauarbeiten für den Museumspark, der Begegnungs- und Bildungs- ort werden soll, sind derzeit in vollem Gang. Bis Ende Jahr sollten sie abgeschlossen sein. «Bis alles eingewachsen ist, dürfte es aber Frühling 2018 werden», sagt Bürgin.

www.naturmuseumsg.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.