Bestmarken angegriffen

Ellen Sprunger und Jonas Fringeli sind die grossen Figuren an der Schweizer Meisterschaft der Mehrkämpfer im Athletik Zentrum St. Gallen. Im Nachwuchs gibt es eine knappe Entscheidung.

Beat Freihofer
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Uneinholbar: Die Mehrkämpfer zeigen an den nationalen Titelkämpfen im St. Galler Athletik Zentrum teils hochstehende Leistungen. (Bild: Michel Canonica)

Uneinholbar: Die Mehrkämpfer zeigen an den nationalen Titelkämpfen im St. Galler Athletik Zentrum teils hochstehende Leistungen. (Bild: Michel Canonica)

LEICHTATHLETIK. Jonas Fringeli vom LC Turicum und Ellen Sprunger vom Cova Nyon wurden ihrer Favoritenrolle im Athletik Zentrum vollauf gerecht. Beide verteidigten an den nationalen Meisterschaften der Mehrkämpfer ihren Titel vom Vorjahr. Die 26jährige Waadtländerin Sprunger lief im Fünfkampf nie Gefahr, ihre Spitzenposition einzubüssen. Vor dem abschliessenden 800-Meter-Lauf konnte sich die Olympia-19. von London sogar Hoffnungen machen, den Schweizer Hallenrekord von Simone Oberer zu verbessern. Doch es klappte nicht. Schon vor einem Jahr hatte sie Oberers Bestmarke knapp verpasst. «Schade, ich hoffe, dass es ein andermal mit dem Rekord klappt», sagte Sprunger, die in St. Gallen ihren dritten Hallentitel feierte. Die aktuell stärkste Schweizer Mehrkämpferin sprach von einem soliden Wettkampf. «Im Hochsprung bin ich nach einem schlechten Start doch noch 1,75 Meter gesprungen. Das Kugelstossen war okay, 5,90 Meter im Weitsprung dann sehr gut. Erst recht, weil ich hinter dem Balken abgesprungen bin und mehrere Zentimeter verschenkt habe», so die Westschweizerin. «Im 800-Meter-Lauf gab ich alles, aber es lag nicht mehr drin. Nun bin ich todmüde.»

Fringeli bricht Saison ab

Der Siebenkampf der Männer ging es im Direktkampf zwischen Titelverteidiger Fringeli und Dominik Alberto vom LC Zürich um Gold. Im abschliessenden 1000-Meter-Lauf hielt Fringeli seinen Kontrahenten Alberto auf Distanz und konnte sich zum fünftenmal in Folge als Schweizer Meister bejubeln lassen. Nun bricht der Jurassier seine Hallensaison ab. Er will im Hinblick auf die Sommersaison vorerst seine Knieschmerzen wegbringen.

Titel auch in die Ostschweiz

Im Athletik Zentrum wurden auch im Nachwuchs Medaillensätze vergeben. In fünf der sechs Kategorien hatte der Sieger mehr als 100 Punkte Vorsprung auf den Zweitplazierten. Die knappste Entscheidung fiel im Fünfkampf der U20-Frauen, in dem Judith Schmidmeister vom TV St. Peterzell mit insgesamt 3022 Punkten 68 Zähler Vorsprung auf Ladina Schlumpf von der LG Küsnacht-Erlenbach herausholte. Bei den gleichaltrigen Männern setzte sich Vorjahressieger Benjamin Gföhler vom LC Zürich im Siebenkampf mit mehr als 300 Zählern Vorsprung auf Jan Deuber vom TV Buttikon-Schübelbach durch.

Caroline Agnou vom Satus Biel-Stadt und Stiward Peña von Amriswil-Athletics stellten eine Schweizer Allzeit-Bestleistung auf. Im Fünfkampf der U18-Frauen ging der Zweikampf zwischen Agnou und Celine Albisser von der LV Frenke an die Bielerin. Agnou erreichte 3829 Punkte und verbesserte damit Albissers nationale Allzeit-Bestleistung aus dem vergangenen Jahr um 28 Punkte. Die zweite Schweizer Allzeit-Bestleistung des Tages gelang im Fünfkampf der U16-Männer dem Ostschweizer Peña mit 3790 Punkten. Zuvor hatte er sich diese Bestmarke seit einem Jahr mit Matthias Bleiker vom STV Oberriet-Eichenwies geteilt.