Beste Werbung für eine Fusion

Andwil war einer Fusion mit Gossau noch nie so nahe wie heute. Der Andwiler Gemeinderat hat vor gut einem Jahr eine Debatte angestossen, die zunehmend an Fahrt aufnimmt. Das hat die Schulbürgerversammlung vom Montag deutlich gezeigt. Es sind Emotionen im Spiel.

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Andwil war einer Fusion mit Gossau noch nie so nahe wie heute. Der Andwiler Gemeinderat hat vor gut einem Jahr eine Debatte angestossen, die zunehmend an Fahrt aufnimmt. Das hat die Schulbürgerversammlung vom Montag deutlich gezeigt. Es sind Emotionen im Spiel.

Auslöser ist der stetig steigende Finanzbedarf der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. Der Andwiler Gemeinderat will nicht mehr nur zahlen, ohne mitbestimmen zu können. Andere Gemeinden im Kanton lösen dieses strukturelle Problem, indem sie eine Einheitsgemeinde bilden. Auch für Andwil ist das eine Variante. Das strukturelle Problem wäre damit gelöst. Es geht im Moment aber nicht nur um Strukturen, sondern auch um Personen. An der Versammlung wurde erneut deutlich, dass Schulratspräsident Emanuel Kummer und Gemeindepräsident Dominik Gemperli das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben. Ein Bürger äusserte schon die Befürchtung, dass die angestossene Diskussion in einen veritablen Streit zwischen den Körperschaften ausarten könnte. So weit darf es nicht kommen. Andwil und Arnegg sind eine Einheit. Was nicht zuletzt das rege gemeinsame Vereinsleben beweist. Vieles deutet daher auf eine Fusion mit Gossau hin. Dann wären nicht nur die Differenzen ausgeräumt, auch der Steuerfuss würde wohl sinken.

Die Gemeinde Andwil mit ihren, gemessen an der Dorfgrösse, zahlreichen Kantonsräten würde auch im Verbund mit Gossau Gehör für ihre Anliegen finden. Die Versammlung vom Montag hat dies eindrücklich bewiesen.

Rafael Rohner

rafael.rohner@tagblatt.ch

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