Besser und kostengünstiger

Kommt das Regionalwerk Bodensee, der Betriebszusammenschluss der Technischen Betriebe? Erste Antworten liegen vor. Und die Präsidenten der Gemeinden Rorschach, Goldach, Thal, St. Margrethen und Rheineck stehen nach wie vor hinter diesem Projekt. Wann die Entscheide fallen werden, ist noch ungewiss.

Marianne Bargagna
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Im Gebäude der Technischen Betriebe Rorschach könnte dereinst das Regionalwerk Bodensee untergebracht werden. (Bild: Archiv)

Im Gebäude der Technischen Betriebe Rorschach könnte dereinst das Regionalwerk Bodensee untergebracht werden. (Bild: Archiv)

REGION. In jeder Gemeinde gibt es Technische Betriebe. Sie sind verantwortlich für die Strom-, Wasser- und Gasversorgung. Auch für die Glasfasernetze. Und alle Technischen Betriebe haben in ihrer täglichen Arbeit gleiche Aufgaben zu erfüllen: Einkauf, Planung, Informatik, Netzunterhalt, Administration. Aufgaben also, die eine einzige Betriebsgesellschaft erledigen könnte – «besser und kostengünstiger», wie Thomas Würth, Gemeindepräsident im neuesten «Wellenbrecher», dem Mitteilungsblatt der Gemeinde, schreibt. Würth ist Präsident der Projektgruppe Regionalwerk Bodensee. Diese Gruppe setzt sich seit Anfang 2011 intensiv mit einer Zusammenlegung der Technischen Betriebe der Gemeinden Rorschach, Goldach, Thal, St. Margrethen und Rheineck auseinander. Nun liegen erste Zwischenergebnisse vor. Ergebnisse, die keine der Gemeinden dazu veranlasst, abzuspringen. Im Gegenteil. Denn es handelt sich, wie Thomas Würth schreibt, um «ein spannendes Projekt, das unsere Region stärken und weit darüber hinaus ausstrahlen würde».

Raum gibt es in Rorschach

Gelingt die Betriebszusammenlegung, braucht nicht mehr jede Gemeinde einen Werkhof. Die Summe der Arbeitsplätze werde also kleiner, was aufgrund der aktuellen Personalstruktur ohne Entlassungen möglich sei, hält Würth fest. Und weiter schreibt er: «Der gesamte Raumbedarf für Büro, Werkstätten und Garagen lässt sich optimal mit dem heutigen Werkhof in Rorschach sowie einem Aussenstützpunkt in St. Margrethen abdecken.»

Viele offene Fragen

Auch wenn erste Fragen bereits geklärt sind, viele müssen noch beantwortet werden. Welche neue Gesellschaftsform soll gewählt werden? Würth nennt als mögliche Formen eine AG oder einen Zweckverband. Und wie werden die Technischen Betriebe in diese Gesellschaft integriert? Bis dato fliesst jeweils Geld aus den Kassen der Technischen Betriebe in die Kasse der Gemeinden. Wie viel wird das in Zukunft sein? Wer bezahlt die Investitionen in die Netze und deren Unterhalt? Apropos Versorgungsnetze: Dieses «Tafelsilber» der Gemeinden soll auch bei einer Zusammenlegung nicht «versilbert» werden, also im Eigentum der Gemeinden bleiben.

Ehrgeiziger Zeitplan

Auf die Projektgruppe wartet also noch ein gerüttelt Mass an Arbeit. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende dieses Jahres alle Grundlagen so zu bearbeiten, dass die Räte definitive Beschlüsse fassen können. «Ein ehrgeiziger Zeitplan», sagt Thomas Würth. Die abschliessenden Entscheide über das Regionalwerk Bodensee werden aber die Stimmberechtigten fällen.