Beschwerde von Bundesgericht abgewiesen

Mörschwil. Cornelia und Engelbert Studach dürfen aufatmen: Dem Bau ihres geplanten Mehrfamilienhauses im Mörschwiler Weiler Reggenschwil steht nichts mehr im Wege. Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Anwohners abgewiesen.

Drucken
Teilen

Mörschwil. Cornelia und Engelbert Studach dürfen aufatmen: Dem Bau ihres geplanten Mehrfamilienhauses im Mörschwiler Weiler Reggenschwil steht nichts mehr im Wege. Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Anwohners abgewiesen.

Nur für gewerbliche Zwecke?

Der Gemeinderat hatte den Bau des Mehrfamilienhauses mit sechs Mietwohnungen im Oktober 2008 bewilligt. Einsprachen von Anwohnern gegen das Projekt wies er ab. Die Einsprecher hatten bemängelt, das Mehrfamilienhaus passe nicht in den Weiler.

Nachdem das Baudepartement als auch das Verwaltungsgericht des Kantons die Beschwerde abgewiesen hatten, zog ein Anwohner vor Bundesgericht. In seiner Beschwerde verwies er auf das Mörschwiler Baureglement. Dieses sieht in der Kernzone Höfe, zu der auch der Weiler Reggenschwil gehört, zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss vor. In Bezug auf das Untergeschoss wird im Reglement vermerkt: «Für gewerbliche Zwecke gestattet».

Daraus schloss der Beschwerdeführer, dass ein Untergeschoss nur für gewerbliche Zwecke zugelassen ist. Da im Mehrfamilienhaus jedoch Garagen und Keller geplant sind, muss die Baubewilligung seiner Meinung nach aufgehoben werden.

Reglement falsch interpretiert

Diese Bestimmung sage nicht aus, dass Untergeschosse nur zulässig seien, wenn sie gewerblich genutzt werden.

Vielmehr sei diese Bestimmung so zu verstehen, dass es in dieser Zone gestattet sei, Untergeschosse gewerblich zu nutzen, urteilt das Bundesgericht und wies die Beschwerde ab. Die Gerichtskosten von 3000 Franken gehen zulasten des Anwohners.

Studachs wollten zum Bundesgerichtsurteil keine Stellung nehmen. Nur so viel: Die Mietwohnungen sollen im kommenden Jahr gebaut werden. (pd/kam)