Bescherung mitten im Sommer

ST.GALLEN. Die neue Weihnachtsbeleuchtung kommt wie geplant zustande. Die Gassengesellschaften sichern der Stadt ihren finanziellen Beitrag zu. In der nördlichen Altstadt haben unterdessen bereits Montagearbeiten begonnen.

Ralf Streule
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«Aller Stern» steht nichts mehr im Wege. Ein Teil der nötigen zehn Kilometer Kabel sind bereits angeliefert. (Bild: pd)

«Aller Stern» steht nichts mehr im Wege. Ein Teil der nötigen zehn Kilometer Kabel sind bereits angeliefert. (Bild: pd)

Mitten im Sommer gibt's eine frohe Botschaft für die Weihnachtszeit. Das lange Hin und Her um die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung scheint ihrem Ende entgegenzugehen: Von den 3,8 Millionen Franken, welche die neue Innenstadtbeleuchtung «Aller Stern» kosten wird, müssen gemäss Parlamentsbeschluss die Gassengesellschaften und Geschäfte der Innenstadt einen einmaligen Betrag von 560 000 Franken übernehmen.

Lange war unklar, ob dieser Beitrag zusammenkommt, nun scheint er zumindest «gesichert», wie es in einer Medienmitteilung der Stadt heisst.

Der Stadtrat hat am Dienstag definitiv beschlossen, das Grossprojekt durchzuführen. In der nördlichen Altstadt haben die Stadtwerke derweil bereits erste Hausinstallationen montiert. Vorgesehen ist gemäss Mitteilung, dass am Mittwoch, 24.

November, nach Ladenschluss für rund eine Stunde eine «Premiere» mit einer kleinen Feier durchgeführt wird.

Einige Fragen sind noch offen

Noch sei das Geld nicht gänzlich unter Dach und Fach, sagt Stadtingenieur Beat Rietmann, der das Projekt betreut, auf Anfrage. Nach intensiven Bemühungen der Arbeitsgemeinschaft Pro Stadt und den Gassengesellschaften sei man aber auf «gutem Weg», dieses zusammenzubringen.

Für die Aufteilung der Kosten unter den Gassen kommt ein bestimmter Schlüssel zur Anwendung. Je nach Länge und Bedeutung einer Gasse mussten die betreffenden Geschäfte und Gesellschaften zwischen 15 000 und 90 000 Franken an das Projekt beisteuern. Vor allem bei den organisierten Gassengesellschaften seien unterdessen sehr gute Finanzierungslösungen gefunden worden, sagt Rietmann. Problematischer sehe es nach wie vor bei nichtorganisierten Gassen und Strassen aus.

Dazu gehören die Strassenzüge, die von der Innenstadt in Richtung Bahnhof führen, zum Beispiel die Vadianstrasse oder die Poststrasse.

Um auch diese Strassen ins Boot zu holen, geht die städtische Arbeitsgemeinschaft Pro Stadt aktiv auf Liegenschaftsbesitzer und Geschäfte zu. Laut Pro-Stadt-Präsident Josef Huber wurden diese bereits in einem Schreiben um Beiträge gebeten. Zudem würden Grossfirmen angefragt, ob sie sich an Sponsoring-Aktionen beteiligten, sagt Huber.

«Auch Firmen ausserhalb der Innenstadt profitieren von der neuen Weihnachtsbeleuchtung und einer attraktiven Altstadt. Wir hoffen, dass der eine oder andere Unternehmer etwas daran zahlt.»

«Siegel» für Solidarität

Diejenigen Geschäfte, die sich an der Finanzierung der Beleuchtung in irgendeiner Weise beteiligen, werden mit einem besonderen Siegel am Ladeneingang gekennzeichnet.

Zudem plant die Stadt weitere Aktionen, um den Geschäften und Gesellschaften für ihre Solidarität zu danken.