BERUFSWAHL: "Ich werde Informatiker"

Oberstüfler in Rorschacherberg haben am Samstag einen Einblick in die Berufswelt erhalten. Das Berufsforum dient den Schülern als Networking-Plattform.
Vivien Huber
Am Berufsforum im Schulhaus Steig in Rorschacherberg tauschten sich Oberstufenschüler, Ausbildner und Lernende aus. (Bild: Vivien Huber)

Am Berufsforum im Schulhaus Steig in Rorschacherberg tauschten sich Oberstufenschüler, Ausbildner und Lernende aus. (Bild: Vivien Huber)

Vivien Huber

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"Wir sind schon auf die Workshops gespannt", sagten Adriana Prebic und Leandra Kalabic aus der Klasse R2a am Samstagmorgen kurz vor Beginn des Berufsforums. An der Oberstufe Steig in Rorschacherberg stellten sich an dem Anlass verschiedene regionale Unternehmen den Schülern und ihren Eltern vor, um den Jugendlichen einen Einblick in den Berufsalltag zu gewähren.

Von der Fachfrau Gesundheit über den Logistiker bis zur Milchtechnologin war das Spektrum der verschiedenen Berufe gross. Nach einer kurzen Begrüssung ging es um 9 Uhr in heiterer Stimmung bereits in die Vorstellungsrunden: Während sich die Zeichner im Ingenieurbau und in der Architektur zu Beginn der Lehre daran gewöhnen müssen, die meiste Zeit vor einem Computer zu sitzen, gehöre zur Gärtnerlehre das Auswendiglernen von 410 verschiedenen Pflanzen, erfahren die Schüler. Bei beiden Berufen kann jedoch am Ende eines Projekts das fertige Resultat stolz betrachtet werden. Als Fachfrau Gesundheit müsse man gleichzeitig offen aber auch einfühlsam sein. "Vieles, was man gibt, bekommt man auch zurück", sagt Armin Hösl, Leiter der Pflege und Betreuung im PeLago.

Eltern begleiten Kinder auf dem Berufsweg

Die Rückmeldungen nach den Vorstellungsrunden waren positiv. Kurt Sandkühler und Tino Klaus aus der Klasse R1a sagten, sie hätten vieles dazugelernt und mehr über die Weiterbildungsmöglichkeiten erfahren. "Ich werde wahrscheinlich Informatiker", sagt Sandkühler. Auch der Vater von Tino, Alex Klaus, findet das Berufsforum eine gute Sache. "Es wurden super Berufe vorgestellt", sagt er. "Es wäre aber schön, wenn ein paar Handwerkerberufe mehr vorgestellt werden würden." Denn da gebe es einen Fachkräftemangel.

Auch Emilia Toma und Ari-sha Afzaal von der Klasse S1a fanden es hilfreich für die Berufswahl, einen Einblick in verschiedene Ausbildungen zu erhalten. Veronika Toma, die Mutter von Emilia sagte: "Das Berufsforum ist gut als erster Anstoss zur Berufswahl." Da ihre Tochter in der ersten Sek sei, stehe noch alles offen. "Ich finde es gut, dass die Eltern bei dem Anlass dabei sein können und das Gleiche erfahren wie ihre Kinder."

Beziehungen dank Berufsforum

Dies bestätigte auch der Schulpräsident Markus Fässler. Er betonte, dass das Berufsforum durch die Initiative von Eltern entstanden sei. Er hob zudem hervor, dass wichtige Beziehungen entstehen, wenn sich die Schüler mit den Lehrlingen austauschen können. Oftmals ergäben sich aus diesem Anlass Schnuppermöglichkeiten und sogar Lehrverträge, da man einander ja schon kenne. "Wenn ich mich umschaue, frage ich mich, für welche Laufbahn sich die Schüler entscheiden und welchen Weg sie für ihr Leben einschlagen", sagte er und lächelte dabei freundlich.

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