BERUFSWAHL: Auch Mädchen können Roboter bauen

Der Nationale Zukunftstag soll Mädchen und Buben Einblicke in die Berufswelt bieten. An der Fachhochschule St. Gallen wurden dafür klassische Rollenbilder umgekehrt.

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Am Zukunftstag an der Fachhochschule programmieren Mädchen ihre eigenen Roboter. (Bild: Michel Canonica)

Am Zukunftstag an der Fachhochschule programmieren Mädchen ihre eigenen Roboter. (Bild: Michel Canonica)

«Willkommen zur spannenden Alternative zu eurem Schulalltag.» Mit diesen Worten begrüsst Rektor Sebastian Wörwag gestern die 40 Mädchen und Buben der 5. bis 7. Klasse an der Fachhochschule St. Gallen (FHS) zum Nationalen Zukunftstag. Ziel ist es, den Schülern praxisbezogene Blickwinkel auf die Berufswelt nahezubringen, die sie sonst nur aus Schulbüchern oder vom Hörensagen kennen. Der Tag dreht dabei festgefahrene Rollenbilder um: Die Buben erhalten Einblicke in soziale Arbeitsfelder, die Mädchen in technische Berufe.

Die Mädchen versuchen sich in Bau und Programmierung eines Roboters. Im Pavillon der FHS folgen sie gebannt den Ausführungen über Sensoren, serielle Programmierung und Fine Tuning. Danach sind sie selber dran. Ihnen wird erklärt, was am Computer – dem «Gehirn» des Roboters – verändert werden muss, damit dieser sich fortbewegen kann und bereit ist fürs Wettrennen am Nachmittag.

«Es ist wichtig, dass die Kinder ausprobieren und die praktische Seite eines Berufs kennen lernen», sagt Ursula Graf, Leiterin der Fachstelle Gender und Diversity an der FHS. Jemanden zu treffen, der tatsächlich in der jeweiligen Branche tätig ist, mache die Erfahrung für die Kinder greifbarer.

Auch Vertreterinnen des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der FHS sind anwesend und berichten den potenziellen Studenten von morgen ihre Erfahrungen. «Eine Frau kann genauso gut wie ein Mann einen technischen Beruf ausüben. Die verschiedenen Denkweisen ergänzen sich sehr», sagen sie. (kas)