Berufsschulen vorziehen

Die Berufsfachschulen in St. Gallen und Rapperswil sollen zuerst saniert werden: Das fordert die zuständige Kommission des St. Galler Kantonsrates.

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Berufs- und Weiterbildungszentrum St. Gallen (GBS). (Bild: Ralph Ribi)

Berufs- und Weiterbildungszentrum St. Gallen (GBS). (Bild: Ralph Ribi)

ST. GALLEN. Der Raumbedarf auf der Sekundarstufe II nimmt im Kanton St. Gallen aufgrund der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung ab, auf der Hochschulstufe ist an einigen Schulen ein Ausbau nötig. Bei den Berufsfachschulen und den Mittelschulen stehen laut Bericht der Regierung die Sanierungen der heutigen Gebäude im Zentrum. «Bei den Hochschulen werden neue Bauten notwendig, um die Lehrqualität auch bei steigender Anzahl von Studierenden halten zu können», heisst es in der gestrigen Mitteilung der Staatskanzlei.

Zeithorizont von 15 Jahren

Im Rahmen des Berichts der Regierung zur strategischen Investitionsplanung für st. gallische Bildungseinrichtungen priorisiert sie die anstehenden Bildungsinvestitionen für die nächsten zehn bis 15 Jahre – dies nach den restriktiven finanziellen Rahmenbedingungen, die der Kantonsrat in der Februarsession nochmals enger gesteckt hat, als es die Regierung vorschlug.

Planung sofort auslösen

Die Kommission formuliert nun zwei Aufträge an die Regierung. Zum einen möchte sie, dass die Planung eines Neubaus für das BWZ Rapperswil (Wettbewerb) unverzüglich auszulösen ist – die Regierung hatte das erst für 2023 vorgesehen. Eines der drei Gebäude (Haus III) des BWZ Rapperswil sei dringend sanierungsbedürftig, und insgesamt genügten auch die baulich sanierten Häuser I und II den betrieblichen und pädagogischen Anforderungen kaum mehr. Der Sanierungsbedarf von Haus III wird im Postulatsbericht bestätigt. Eine Übergangslösung führe «zu einer nicht akzeptablen Beeinträchtigung des Schulbetriebs».

Die Kommission fordert ferner von der Regierung, dass die Planung für die Sanierung des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen (GBS) bereits im Jahr 2016 beginnen soll und nicht wie im Bericht vorgeschlagen erst ab dem Jahr 2020.

Der Kantonsrat wird den Postulatsbericht in der Aprilsession beraten. Dabei wird er auch über die definitive Überweisung der von der Kommission vorgeschlagenen Aufträge befinden. (red.)

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