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BERUFSLEHRE: «Ich habe alles gegeben»

Die Goldacherin Sonja Monn ist am Samstag von der Berufs-WM in Abu Dhabi zurückgekehrt. Die Steinmetzin kam dort nicht nur wegen des Klimas ins Schwitzen.
Jolanda Riedener
Die 22-jährige Sonja Monn trat in Abu Dhabi als einzige Frau gegen zehn Steinmetzer an. (Bild: SwissSkills/Michael Zanghellini (16. Oktober 2017))

Die 22-jährige Sonja Monn trat in Abu Dhabi als einzige Frau gegen zehn Steinmetzer an. (Bild: SwissSkills/Michael Zanghellini (16. Oktober 2017))

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Die 38 Schweizer Berufsleute brachten am Samstag von den Berufsweltmeisterschaften aus Abu Dhabi 20 Medaillen heim. Folglich wurden die jungen Teilnehmer – mit einem Maximalalter von 22 Jahren – feierlich empfangen. Bundesrat Johann Schneider-Ammann begrüsste die Schweizer Delegation in Zürich. Unter ihnen war auch die Goldacherin Sonja Monn. Für eine Medaille reichte es der Steinmetzin zwar nicht: «Der Empfang war absolut eindrücklich. Auch für jene, die keine Medaille gewonnen haben.»

Sonja Monn erreichte bei elf Mitbewerbern den fünften Rang – drei Wettkämpfer erreichten den dritten Platz. «Etwas enttäuscht war ich schon», gesteht sie. «Ich bin mit dem Ziel zu gewinnen an die WM gegangen und habe alles gegeben.» Heimgebracht hat sie ein Zertifikat und wertvolle Erfahrungen. «Die Zeit an der WM war hart», sagt Sonja Monn. Die ersten Tage vor den Meisterschaften hätten die Schweizer Berufsleute vor allem zur Anklimatisierung und mentalen Vorbereitung genutzt.

Sie habe es sich im Vorfeld gut überlegt, ob sie sich in Abu Dhabi messen wolle. «Es hat mir viel gebracht», sagt Monn im Nachhinein. Obwohl sie gar nicht mehr als Steinmetzin arbeitet, habe sie es toll gefunden, die Werke ihrer Gegner zu sehen. Derzeit absolviert sie eine zweite Lehre als Hochbauzeichnerin bei der Rheinecker Firma RLC. Der aktuelle Lehrbetrieb habe sie bei der WM-Teilnahme unterstützt. «Steinmetz ist ein schöner Beruf. Ich werde das Handwerk weiterhin in meiner Freizeit ausüben.»

Intensives Training im Vorfeld der WM

Seit ihrem Lehrabschluss im Juli hat Sonja Monn jeden Samstag für die Weltmeisterschaft trainiert. Im Sommer sogar drei Wochen am Stück. Ihre Eltern und Brüder haben die Goldacherin begleitet und während der Meisterschaften angefeuert: «Für meine Familie war das alles irgendwie intensiver als für mich.»

Es seien viele Zuschauer aus der Schweiz angereist. Sie habe das Publikum aber gar nicht wahrnehmen können. «Ich musste alles um mich herum ausblenden und mich voll und ganz auf die Aufgabe konzentrieren», sagt Monn. Für die Arbeit hatten die Teilnehmer vier Tage Zeit: «Normalerweise braucht man dafür zwei Wochen», sagt sie.

Bei ihrem ehemaligen Lehrbetrieb Bärlocher Steinbruch Steinhauerei in Staad freut man sich für Sonja Monn: «Ihr Erfolg ist eine Bestätigung für unsere Ausbildung», sagt René Egli, Ausbilder der Firma. Der Betrieb bilde regelmässig Steinmetzer und Steinmetzinnen aus. «Talent, Ausdauer, Ehrgeiz und Genauigkeit sind Voraussetzungen an die Lernenden», sagt Egli. Man müsse auch unter Zeitdruck arbeiten können, was Sonja Monn an der WM bewiesen habe.

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