Bern soll den Zuglärm hören

REGION AM SEE. SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher will den Anliegen der IG Seelinie in Bern Gehör verschaffen. Bei deren Mitgliederversammlung in Arbon ist sie als Gastreferentin aufgetreten. Eins stellte Graf-Litscher zu Beginn klar: «Der Schwerverkehr gehört auf die Schiene.

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REGION AM SEE. SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher will den Anliegen der IG Seelinie in Bern Gehör verschaffen. Bei deren Mitgliederversammlung in Arbon ist sie als Gastreferentin aufgetreten. Eins stellte Graf-Litscher zu Beginn klar: «Der Schwerverkehr gehört auf die Schiene.» Es sei jedoch das Recht jedes Einzelnen, sich zu wehren, sollte die Lebensqualität darunter leiden. Deswegen könne sie die Anliegen der IG nachvollziehen. Ginge es nach Graf-Litscher, sollte bei den laufenden Staatsvertragsverhandlungen nicht nur über den Flugverkehr verhandelt werden. Ziel sei es, die Probleme im Zusammenhang mit dem Bahngüterverkehr einzubeziehen. Als Mitglied der nationalrätlichen Verkehrskommission verfügt sie über die nötigen Kontakte in Bern, um die Interessen der IG Seelinie auch im Bundeshaus einzubringen. «Gerne bin ich bereit, das Thema mit Bazl-Direktor Peter Müller zu besprechen», so Litscher.

Als Kommissionsmitglied musste sich die Nationalrätin in der Podiumsdiskussion kritische Töne gefallen lassen. «Für mich sind die geplanten Investitionen des Bundes in den öffentlichen Verkehr unverständlich», sagte Brigitte Kaufmann, Gemeindeammann von Uttwil. Sie befürchtet, dass diese das Problem an der Seelinie noch verschärfen werden: «Die Seelinie ist kein Güterzug-Trassee, sondern sollte ausschliesslich für den Personentransport genutzt werden.» Die IG Seelinie erhofft sich im Kampf gegen den Lärm viel von der Politik. «Die SBB sind nicht bereit, über Lösungen zu diskutieren und schieben die Verantwortung auf die Auftraggeber weiter», sagte Präsident Schaermeli. Da für die SBB keine Informationspflicht besteht, sind der IG diese mit Ausnahme von Red Bull weitgehend unbekannt. Über den politischen Weg soll der Druck auf die SBB erhöht werden. (vsc)

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