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BERG SG: Das letzte Restaurant im Berger Dorfzentrum ist verkauft

Das Restaurant Rebstock wird nicht als Gaststätte weitergeführt. Stattdessen liegt ein Baugesuch auf. Es sollen eine Wohnung und ein Balkon entstehen.
Laura Widmer
Bis Ende Oktober 2017 wurde im «Rebstock» in Berg gewirtet, nun soll das Haus umgenutzt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Bis Ende Oktober 2017 wurde im «Rebstock» in Berg gewirtet, nun soll das Haus umgenutzt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

Bis vor kurzem war die Zukunft des «Rebstocks» ungewiss: Auf Ende Oktober 2017 suchte der Besitzer Riccardo Frick per Inserat einen Käufer für das Restaurant. «Es gab mehrere Interessenten, jedoch niemanden, der das Restaurant erhalten wollte», sagt Frick. Nun ist klar: das letzte Restaurant im Berger Dorfzentrum wurde verkauft und wird nicht als Gaststube weitergeführt. Ein Baugesuch für eine Umnutzung liegt bereits auf: es soll eine weitere Wohnung und ein Balkon entstehen.

Er habe auch Anfragen von Personen erhalten, die den Betrieb als Pächter übernehmen wollten, sagt Frick. Das sei für ihn aber nicht in Frage gekommen. Im vergangenen Jahr hatte er den vorherigen Pächtern gekündigt. «Wegen ausstehender Pachtzinsen», sagte Frick damals.

Auch die Gemeinde zeigte Interesse am Erhalt des Restaurants, entschloss sich dann jedoch gegen einen Kauf. Begründet wurde der Entscheid damit, dass es bereits mehrere kostspielige Projekte gebe. Ganz zurückziehen wollte sich die Gemeinde aber nicht: Die Bürger von Berg wurden im Gemeindeblatt dazu aufgefordert, sich einzubringen. So sollte geklärt werden, ob in der Bevölkerung Interesse an einer weiteren Nutzung besteht.

Nur vereinzelte Rückmeldungen

Gemeindepräsident Sandro Parissenti wünschte sich damals eine Trägerschaft aus der Berger Bevölkerung. Zur Diskussion stand eine Genossenschaft als Betreiberin. «Es gab jedoch nur vereinzelte Rückmeldungen auf den Aufruf im Mitteilungsblatt», sagt Parissenti. Konkrete Ideen seien daraus nicht entstanden. Es sei schade, dass jetzt das letzte Speiserestaurant im Zentrum des Dorfes schliesse, auch wenn Berg mit dem «Sternen» und dem «Seeblick» zwei weitere Restaurants hat. «Das ist sicherlich ein Verlust für Berg.»

Von den ausbleibenden Rückmeldungen auf fehlendes Interesse der Bergerinnen und Berger zu schliessen, ist nach Ansicht des Gemeindepräsidenten falsch: «Ich glaube, dass der ‹Rebstock› im Dorf sehr geschätzt wurde.» Emotional habe sich vielleicht so mancher gewünscht, dass es weitergehe. Wenn man die Sache realistisch betrachte, und sich die vielen Aufgaben vor Augen führte, die der Betrieb eines Restaurants mit sich bringe, schwinde der Enthusiasmus. «Es ist schwierig, ein Restaurant zu führen.» Dass die Zeit drängte, und der Verkauf so rasch eintrat, habe die Suche zusätzlich erschwert.

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