Berg hat den «Rebstock» zurück

Gastwirtschaft Der «Rebstock», das einzige Speiserestaurant in Berg, hat wieder geöffnet. Das neue Wirtepaar Igor und Ildiko Marjai hat vieles beim alten belassen. Auf der Speisekarte gibt es aber eine Überraschung.

Nina Rudnicki
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Für die Eröffnungsfeier heute abend ist im «Rebstock» seit Mitte Woche schon alles vorbereitet. Die Tische sind eingedeckt, an den Wänden neue Bilder aufgehängt, und auf der Terrasse sind die Sonnenschirme aufgestellt. Die neuen Wirte Igor Marjai und seine Frau Ildiko sind voller Vorfreude. Auch die Vorzeichen für einen erfolgreichen Start stehen offensichtlich gut: Das Hoch Johannes, das in dieser Woche so viel Sonnenschein gebracht hat, trägt den gleichen Namen wie der Servicechef. «Wenn das kein gutes Omen ist», sagt Marjai. Mit 250 Gästen rechnet der 43-Jährige heute um 17 Uhr. Für alle gibt es einen Gratisapéro.

Von Bergün nach Berg

Bevor Igor und Ildiko Marjai beschlossen, nach Berg zu ziehen, arbeiteten beide in der Gastronomie in Bergün. Auch der Servicechef Johannes Ledergerber war dort mit ihnen zusammen angestellt - und wie es der Zufall wollte auch ein paar Personen mit Wurzeln in Berg. So erfuhr Marjai, dass für den «Rebstock» ein Wirt gesucht wird. «Ich war sofort interessiert», sagt er. «Da ich in Wolfhalden aufgewachsen bin, habe ich schon länger mit dem Gedanken gespielt, mich in der Region selbständig zu machen.» Als sich Marjai den «Rebstock» zunächst alleine und dann nochmal zusammen mit seiner Frau anschaute, war er schnell von seinem Vorhaben überzeugt. «Die Lage ist top, und die Terrasse, die Räume und die Infrastruktur sind einwandfrei», sagt er. Der «Rebstock» stand erst seit dem Frühjahr leer. Zuletzt renoviert und umgebaut wurde er erst vor fünf Jahren (siehe Kasten). Die Einrichtung des «Rebstocks» haben Marjais daher im wesentlichen belassen, wie sie war. Nur im Obergeschoss ist der Saal mit technischen Geräten wie einem Beamer zu einem Meeting- und Seminarraum aufgerüstet worden.

Ungarische Spezialitäten

Verändert hat sich dafür die Speisekarte. Schwerpunktmässig stehen im neuen «Rebstock» zwar Schweizer Gerichte auf der Karte, allerdings gibt es auch einige ungarische Spezialitäten wie Pferdefilet mit Peperoni. Igor Marjais Wurzeln liegen in Ungarn, und auch sein Koch Csaba Orosz ist Ungar. Die Zutaten hingegen, seien sie für die Schweizer oder die ungarischen Gerichte, kommen aus der Region. «Das Gemüse beziehen wir von der Familie Brandes vom Waldhof in Berg. Und unser Fleisch ist abgesehen vom Pferdefleisch aus der Schweiz», sagt er. Fast alle Speisen würden auch in einer glutenfreien Variante angeboten. Marjai will zudem viele vegetarische Menus kochen. Vormittags wird es ausserdem Cervelats, Fleischkäse und Sandwiches für die Handwerker geben.

Zuhause für Vereine

Die neuen «Rebstock»-Wirte haben bereits Reaktionen von Bergerinnen und Bergern bekommen - vor allem in Form von Reservationen. Morgen wird im «Rebstock» eine Gesellschaft mit 30 Personen bewirtet, im Frühjahr soll im Restaurant eine Konfirmation gefeiert werden. «Ich hoffe, dass sich das so weiterzieht und dass die Berger unser Restaurant gut besuchen werden», sagt Marjai, der auch auf die Berger Vereine setzt. «Es wäre schön, wenn diese bei uns ein Zuhause finden und nach ihren Anlässen vorbeikommen.»