BENEFIZ: Gastgeber für einen Abend

Pascal Ledergerber führt im Rahmen seiner Diplomarbeit den Event «Ess for less» in der Gassenküche in St. Gallen durch. Der Wittenbacher hat in der Gastronomie seine Leidenschaft gefunden.

Judith Schönenberger
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Pascal Ledergerber in der Gassenküche, wo seine Veranstaltung «Ess for less» stattfindet. (Bild: Ralph Ribi)

Pascal Ledergerber in der Gassenküche, wo seine Veranstaltung «Ess for less» stattfindet. (Bild: Ralph Ribi)

Judith Schönenberger

judith.schoenenberger@tagblatt.ch

Wer sich mit Pascal Ledergerber unterhält, merkt sofort, dass der gebürtige Wittenbacher täglich mit Menschen zu tun hat. Wortgewandt wirbt er für die Veranstaltung «Ess for less», die er am Samstag in der Gassenküche organisiert. Das Projekt ist Thema seiner Diplomarbeit an der Hotelfachschule in Passugg. Der Student selbst wird während des Events in der Küche stehen. Die Bedienung der Gäste übernehmen Firmlinge aus Wittenbach. Das ist kein Zufall, denn der 23-Jährige ist Firmleiter in der Gemeinde und begleitet die Firmgruppe, wenn es seine Arbeit zulässt. «Ich liebe es, Leute von einer Sache zu überzeugen», sagt der ehemalige Ministrant. «Etwas vordergründig eher Trockenes wie den Firmunterricht für die Jugendlichen spannend zu gestalten, das macht mir Spass.»

Vom Sportgeschäft ins Hotelfach

Der Kontakt mit Menschen ist Ledergerber nicht nur in seinem Privat-, sondern auch in seinem Berufsleben wichtig. Der Hotelfachstudent bezeichnet sich als Teamplayer, er spielte während vieler Jahre Handball. «Ohne ein gutes Team kommst du nicht weit, das gilt auch in der Gastronomie.» Die Liebe zum Sport bestimmte seine erste Berufswahl. Er absolvierte eine Lehre zum Sportartikelverkäufer in der Stadt St. Gallen. Aufgrund fehlender Aufstiegsmöglichkeiten in dieser Branche entschied sich Ledergerber für den Wechsel in die Gastronomie, wo wiederum Kommunikationstalent gefragt ist. Trotz langer Arbeitszeiten liebe er seinen Job. «Mich fasziniert die Abwechslung: Man weiss nie, welche Gäste einen erwarten.» Dass diese manchmal anstrengend sein können, gehöre halt einfach dazu. Dafür schätze er die Begegnungen mit Gästen umso mehr, wenn die Chemie stimme.

Der Traum vom eigenen Pub

Im Mai schliesst der 23-Jährige seine Ausbildung an der Hotelfachschule ab. Dann nimmt er sich erst einmal eine dreimonatige Auszeit und reist mit zwei Freunden durch Südamerika. Wie es danach beruflich weitergeht, weiss er noch nicht. «Nach meiner dreijährigen Ausbildung im Bündnerland möchte ich jetzt gerne wieder nach St. Gallen zurückkehren.» Eine Stelle in der Stadt zu finden, sei aber schwierig. Ledergerber kann sich deshalb vorstellen, zum Wintersaisonbeginn im Oktober eine Anstellung in den Bergen anzutreten. Irgendwann möchte er aber selbst Gastgeber sein. «Ich träume davon, einen typisch englischen Pub zu eröffnen.» Seine ersten eigenen Gäste kann Ledergerber aber bereits am Samstag beim «Ess for less» bewirten und sich bei dieser Gelegenheit als Gastgeber beweisen.