Bekanntes Gesicht auf der Tribüne und Musterschüler

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Er gehörte bis Ende 2016 im Stadtparlament zu den aktiveren Mitgliedern. So hat Stefan Grob in zweieinhalb Jahren Amtszeit beispielsweise an elf Vorstössen mitgewirkt. Im Herbst 2016 wurde er dann abgewählt – weil seine Partei, die CVP, schwächelte. Er musste daher Ende Dezember seinen Platz im Waaghaussaal schweren Herzens räumen. Nun war auf vergangenen Dienstag im Parlament die Diskussion einer Interpellation aus der Feder des Christlichsozialen traktandiert. Daran lag es wohl, dass Grob so kurz nach dem Abschied an seine alte politische Wirkstätte zurückgekehrt ist. Dort wurde er in die für ihn noch ungewohnte Rolle des stillen Zuschauers gezwungen. Statt neben seinen ehemaligen Fraktionskollegen sass er oben auf der Zuschauertribüne. «Heute leider nur mit Blick von oben», twitterte er denn auch aus dem Waaghaus. Weil die Diskussion um den Ausbau der Tagesbetreuung ganze zwei Stunden in Anspruch nahm, wurde der Vorstoss von Grob und Nadine Niederhauser (GLP) zum Projekt «Schule bewegt» aus Zeitgründen nicht behandelt und auf die Aufräumsitzung von kommendem Dienstag verschoben. Es dürfte also nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Grob seinen ehemaligen Arbeitsplatz von oben besichtigt. (ghi)

Die St. Galler stehen im Ruf, Musterschüler zu sein und ihre politischen Hausaufgaben getreulich zu erledigen. Ab und zu sind wir sogar politische Pioniere und wagen früher einen Schritt, vor dem andere zaudernd zurückweichen. So hat die Stadt schon seit einigen Jahren das Energiekonzept 2050, mit dem sie auf neue energiepolitische Herausforderungen reagiert. Die Pioniertat beschert Stadtrat Peter Jans, der das Dossier von Vorgänger Fredy Brunner weiterführt, einen nationalen Gastauftritt. In Zusammenhang mit der eidgenössischen Abstimmung über die Energiestrategie vom 21. Mai gibt der SPler im aktuellen WWF-Magazin Auskunft, wie St. Gallen den Atomausstieg bewerkstelligen will. (vre)