Beiz für Winter und Sommer

ST.GALLEN. Die Stadtsanktgaller Curlerinnen und Curler wollen eine neue Halle bauen. Sie wird in die bestehende Sportanlage im Lerchenfeld integriert. Mit dem Restaurant im Neubau soll gleichzeitig das Gastro-Problem des Freibads gelöst werden.

Reto Voneschen
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Die mit Holz verschalte Curlinghalle kommt neben die Eishalle (links im Bild) direkt an die Zürcher Strasse zu stehen. Auf dem Dach gibt's ein Sonnendeck fürs Freibad.

Die mit Holz verschalte Curlinghalle kommt neben die Eishalle (links im Bild) direkt an die Zürcher Strasse zu stehen. Auf dem Dach gibt's ein Sonnendeck fürs Freibad.

Die Würfel sind gefallen: Die Stadt St. Gallen bekommt voraussichtlich auf Herbst 2012 eine neue Curlinghalle. Das Konzept für den Neubau ist geklärt, ein Entwurf dafür liegt vor. Gebaut wird er von der Vereinigung Curlinghalle Lerchenfeld. Die Stadt will sie dabei finanziell unterstützen. Gestern wurde das Konzept der neuen Halle und auch ein geplanter Standortwechsel vorgestellt.

Neubau an der Zürcher Strasse

Die Curlinghalle ist schon heute in die Eis- und Schwimmsportanlage Lerchenfeld integriert. Die alte Holzhalle steht am Waldrand südlich der vor einigen Jahren neu erstellten Eishalle. Der Neubau wird nun am Nordrand des Areals, entlang der Zürcher Strasse, an die Eishalle angebaut.

Von aussen wird sich die Halle als langgestreckter, flacher Baukörper präsentieren. In seiner Formensprache lehnt er sich gemäss Stadtbaumeister Erol Doguoglu an die benachbarte Eishalle an. Er wird sich von dieser durch die Fassadengestaltung unterscheiden: Das Siegerteam aus einem eingeladenen Projektwettbewerb schlägt vor, den Neubau mit Holzelementen zu verschalen.

Mit Sonnendeck für Freibad

Die Curlinganlage mit fünf Bahnen (oder Rinks) liegt ein Geschoss unter der Erde. Ebenerdig ist auf der westlichen Seite ein Restaurant geplant. Es wird von der Zürcher Strasse her öffentlich zugänglich sein. Interne Ein- und Ausgänge machen seine Nutzung für Eissportler im Winter und für Badegäste im Sommer möglich. Das Flachdach der neuen Halle wird vom Freibad Lerchenfeld her über eine Freitreppe erreichbar sein und teilweise als Sonnendeck genutzt. Daneben werden Aufbauten für die Lüftung von Halle und Restaurantküche plaziert. Die restliche Dachfläche wird begrünt.

Private und Stadt finanzieren

Die neue Curlinghalle soll vier bis fünf Millionen Franken kosten. Den Löwenanteil wird die Vereinigung Curlinghalle Lerchenfeld (VCL) aufbringen. Die entsprechenden Bemühungen seien weit gediehen, sagte vor den Medien VCL-Präsident Ferdi Flühler. Beiträge erwartet die Vereinigung vom Sport-Toto, von Sponsoren, aber auch von den 170 Curlerinnen und Curlern, die heute die Stadtsanktgaller Infrastruktur regelmässig nutzen.

Die Stadt will den VCL gemäss Stadträtin Barbara Eberhard finanziell unterstützen. Zum einen mit einem Baubeitrag, zum anderen mit einem zu verzinsenden und rückzahlbaren Darlehen. Wie hoch das Engagement wird, ist derzeit unklar. Dafür müssten verschiedenste Abklärungen getroffen werden, hiess es gestern an der Medienorientierung. Den Entscheid darüber werde letztlich aller Wahrscheinlichkeit nach das Stadtparlament fällen müssen.

Baubeginn im Herbst 2011?

Im Januar will die Vereinigung Curlinghalle Lerchenfeld ihre Mitglieder im Detail über das Vorhaben informieren. Im Frühsommer dann soll eine ausserordentliche Generalversammlung grünes Licht für den Bau geben. Nach dem Ja der Mitglieder kann das Baugesuch eingereicht werden. VCL-Präsident Ferdi Flühler hofft darauf, dass nach Abschluss der Badesaison 2011 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Der Rohbau könnte so bis zum Start der Badesaison 2012 stehen und die neue Halle im Herbst 2012 eingeweiht werden. Die alte Curlinghalle wird danach abgebrochen. Das frei werdende Areal soll der Liegewiese des Freibades zugeschlagen werden.

Die geplante Curlinghalle (links) vom Freibad her gesehen. Das Sonnendeck wird von hier aus über eine Aussentreppe erschlossen. Gleich hinter der Treppe liegt der Zugang ins neue, ebenerdige Restaurant. (Bild: Illustrationen: Hochbauamt der Stadt St. Gallen)

Die geplante Curlinghalle (links) vom Freibad her gesehen. Das Sonnendeck wird von hier aus über eine Aussentreppe erschlossen. Gleich hinter der Treppe liegt der Zugang ins neue, ebenerdige Restaurant. (Bild: Illustrationen: Hochbauamt der Stadt St. Gallen)

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