BEGRÜNUNG: Ein Hauch New York

Geht es nach Doris Königer (SP), könnte das Trassee der Appenzeller Bahnen an der Ruckhalde zur grünen Ader werden.

Drucken
Teilen
Zwischen den Gleisen spriesst das Grün: Die High Line in der Stadt New York. (Bild: PD)

Zwischen den Gleisen spriesst das Grün: Die High Line in der Stadt New York. (Bild: PD)

In einer Einfachen Anfrage berichtet SP-Stadtparlamentarierin Doris Königer von ihrem Besuch in New York. Sie sei dort auf der High Line spaziert, einer ehemaligen Bahnstrecke, die nun als 2,5 Kilometer lange Parkanlage dient und zwei Stadtviertel miteinander verbindet. Zudem seien entlang der grünen Ader verschiedene attraktive Nutzungen entstanden, wie das Whitney Museum, Restaurants und Wohnblocks.

Königer nimmt sich in ihrem Vorstoss «Eine grüne Ader für St. Gallen» die High Line als Vorbild für die Ruckhalde. Wenn die Appenzeller Bahnen dort ihren Tunnel eröffnen, wird das oberirdische Trassee nicht mehr benötigt – und die Gleise könnten gemäss Königer als Parkanlage dienen: «Ein Park auf der stillgelegten Appenzellerbahn-Strecke wäre eine Möglichkeit das Riethüsli ansprechend mit der Stadtmitte zu verbinden». Man würde künftig an den Schrebergärten vorbeispazieren oder mit dem Velo fahren, und neu zu erstellende Wohnhäuser an der Ruck­halde könnten so für den Langsamverkehr erschlossen werden, schreibt sie weiter.

Die Stadtparlamentarierin möchte nun vom Stadtrat wissen, wie er das Bahn-Trassee längerfristig zu nutzen gedenkt. Weiter fragt Königer, wie der Stadtrat das Potenzial bewerte, auf dem Areal einen gestalteten Parkstreifen wie in New York anzulegen. Schliesslich fragt sie nach der Möglichkeit, dort einen Ort zu schaffen, um Kunst im Aussenraum zu zeigen. (rbe)