Bedauern im Quartier

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Geschlossen Im Quartier St. Otmar hat man sich daran gewöhnt, dass die Türen der Leonhards­kirche geschlossen sind – auch wenn das bedauert wird. Elisabeth Fehlmann war die Präsidentin des Quartiervereins, als die Kirche 2005 verkauft wurde. Wie Kirchenumnutzungsexperte Johannes Stückelberger hält auch sie den Verkauf für einen Fehlentscheid. «Es war ein Schnellschuss», sagt sie. Der Quartierverein habe so spät davon er­fahren, dass er nicht mehr einschreiten konnte. «Sonst hätten wir Geld gesammelt.» Fehlmann spricht den Dachziegelfonds an, in den einst auch etliche Quartierbewohner einzahlten. Für eine Sanierung des undichten Kirchendachs enthielt er zwar zu wenig Geld, doch seien daraus Reparaturen bezahlt worden. Fredi Spieler, der neue Co-Präsident des Quartiervereins, will die Kirche St. Leonhard als Veranstaltungsort im Auge behalten. Man habe vor kurzem eine Anfrage gemacht: «Es ist ein toller Ort.» Ausnahmsweise öffnet die Kirche am kommenden Freitag und Samstag für jene ihre Türen, die in der Kirche ein Bier trinken möchten. Dann findet der Brausilvester statt. (cw)