Beck-Beck ist umgezogen

Der Beck-Beck verlässt nach über 100 Jahren die Multergasse, bleibt der Altstadt aber erhalten. Er eröffnet in der «Schmitte» ein Café, an der Webergasse eine Bäckerei-Konditorei mit Take-away.

Claudia Schmid
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Eine Verkäuferin präsentiert im neuen «Vivendi» an der Bankgasse 2 Spezialitäten aus dem Hause Beck-Beck. (Bild: Ralph Ribi)

Eine Verkäuferin präsentiert im neuen «Vivendi» an der Bankgasse 2 Spezialitäten aus dem Hause Beck-Beck. (Bild: Ralph Ribi)

Ab 1906 wirkten an der Multergasse 18 drei Generationen, die ihren Familiennamen zum Beruf gemacht hatten. Die heutigen Inhaber des Beck-Beck tragen diesen Nachnamen zwar nicht mehr, Monika und Hansjörg Gmür haben sich jedoch voll und ganz der alten Bäckerkunst verpflichtet und das Handwerk in die Moderne weitergetragen. Nun verlassen sie die Multergasse und bleiben der Altstadt dennoch erhalten.

Café in der «Schmitte»

Gestern eröffnete in der ehemaligen «Schmitte» an der Bankgasse 2 das neue Café Vivendi von Beck-Beck. Es ist in klassisch-modernem, mediterranem Stil gestaltet und verfügt über rund 40 Sitzplätze. Bei schönem Wetter kommen weitere Plätze im Freien hinzu. Seine Türen öffnet das Café an sieben Tagen in der Woche um 8 Uhr. Von Montag bis Freitag bleibt es bis 19 Uhr offen, samstags bis 18 Uhr, sonntags bis 17 Uhr.

Jeden Mittag wird ein Bio-Menu angeboten, aber auch kleinere Gerichte wie Suppen oder Salate. Das Geschäft ist nach Goût Mieux lizenziert. In der Vitrine sind sowohl Patisserie wie auch Sandwichs zu finden. Sonntags gibt es eine kleine Auswahl an Zopf, Brot und Kleingebäck. Das Café steht zudem am Abend auch für geschlossene Gesellschaften zur Verfügung.

Der neue Laden mit Bäckerei-Konditorei und Take-away hat seinen Standort an der Webergasse 1 gefunden. Er ist bereits ab 7 Uhr geöffnet und schliesst von Montag bis Freitag um 19 Uhr, am Donnerstag um 21 Uhr und am Samstag um 17.30 Uhr. Das Angebot bleibt praktisch unverändert: eine grosse Auswahl an Broten, Konditorei-Produkte und Take-away-Angebote wie Birchermüesli, Salate, Suppen, frisch gepresste Säfte und Sandwichs.

Doppelkonzept erarbeitet

Der Entscheid, neue Lokalitäten zu eröffnen, war nicht von langer Hand geplant. «Der Besitzer des Hauses an der Multergasse 18 ist verstorben. Nun bestehen andere Pläne für die Liegenschaft», erzählt Monika Gmür. Die Suche nach einem neuen Standort in der Altstadt sei nicht ganz einfach gewesen. Mit der neuen Lösung ist das Ehepaar Gmür sehr zufrieden. «Wir hätten die Altstadt nur sehr ungern verlassen», betont Monika Gmür. 1983 eröffneten sie ihr erstes Geschäft im Heiligkreuz.

Darauf folgten Filialen im Biberhus an der Langgasse und in Wittenbach, wo Bäckerei und Café eingerichtet sind. Das Hauptgeschäft an der Multergasse 18 übernahmen Gmürs im Jahre 1990.

Frisch gemahlen

Alle Verkaufsstellen werden von der zentralen Produktion in Wittenbach versorgt. Bereits 1986 liess sich der Beck-Beck als Lizenznehmer der Knospe (Bio-Suisse) registrieren und verkauft nun über 20 Sorten Bio-Vollkornbrote.

«Wir mahlen das Getreide jeden Tag frisch und verarbeiten es sofort zusammen mit Himalaja-Kristallsalz, Biohefe oder Natursauerteig. Bei uns lagern keine Bio-Teiglinge in Tiefkühlzellen, Backhilfsmittel werden gemieden», betont Monika Gmür.