BBC Open – ein Gewinn

«Wer bezahlt fürs Littering?», 8.9.2012

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«Wer bezahlt fürs Littering?», 8.9.2012

Sicher, jede Parlamentarierin oder jeder Parlamentarier hat das Recht, eine einfache Anfrage einzureichen, aber trotz krampfhafter Suche nach interessanten Themen vor den Wahlen, sollten solche Anfragen massvoll sein und vor allem im Wortlaut nicht übertrieben werden. Wie zum Beispiel mit der Formulierung «übersät mit Glasscherben». Littering ist heute ein gesellschaftliches Problem, das leider überall auftaucht; Gossau ist da sicher nicht ausgeschlossen und wird auch in unserer Stadt ernsthaft bearbeitet. Dass bei einer Grossveranstaltung wie dem BBC Open einiges liegen bleibt, ist klar. Ist es aber richtig, gleich nach Polizei und Bussen zu rufen? Zur Information: Zu diesem Musikfestival kamen in diesen zwei Tagen über 10 000 Besucher aus der ganzen Ostschweiz. Getränke im Offenausschank werden in Mehrwegbechern angeboten, abgesehen von einer Biersorte. Der Verein BBC Open war federführend bei der Einführung des Mehrwegbechersystems und Glasflaschen durften das Festivalgelände nicht verlassen. Am Samstag- wie am Sonntagmorgen wurde das Areal von den Veranstaltern gereinigt. Ich hatte dieses Jahr das Vergnügen, am Freitagabend am Festival dabei zu sein. Die Stimmung unter den Teilnehmern war super. Auch hat mich die Abwicklung der Sicherheitskontrollen sehr beeindruckt. Ein ganz toller Anlass für Gossau, den man nicht verteufeln sollte und wegen ein paar einzelnen, die sich daneben benehmen und vielleicht gar nicht direkt im BBC waren (Scherben!), überreagieren. Übrigens, auch bei der SVP-Albisgütli-Tagung oder einem Schwingerfest findet man nach der Veranstaltung einiges an Abfall und ruft nicht gleich nach Polizei!

Trudi Weibel

Rehburgstrasse 14, 9200 Gossau