BAUSTELLE: Der Letzte löscht das Licht

Goldach war hell beleuchtet: Prompt am Abstimmungswochenende zum Energiegesetz 2050 brannte der Scheinwerfer eines Baukrans. Das Licht stiess bei Anwohnern auf Verwunderung.

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Bei der Suva-Baustelle brannte während des ganzen vergangenen ­Wochenendes das Licht. (Bild: Andreas Willi)

Bei der Suva-Baustelle brannte während des ganzen vergangenen ­Wochenendes das Licht. (Bild: Andreas Willi)

«Das Licht war etwa so, wie in einem Fussballstadion», beschreibt Andreas Willi aus Goldach das helle Licht, das am vergangenen Wochenende seine Stube erhellte. Der Lichtstrahl habe sich in einem seiner Bilder stark reflektiert. Ihm sei von Anfang an klar gewesen, dass es sich um den Scheinwerfer des Baukrans bei der Suva-Baustelle beim Goldacher Bahnhof handeln muss. Von seinem zur Baustelle gut halben Kilometer entfernten Wohnort hat er einen ­guten Ausblick und das Licht entsprechend gut wahrnehmen können.

Der Scheinwerfer habe kürzlich schon einmal gebrannt, damals jedoch nicht das ganze Wochenende lang. Besonders den Zeitpunkt fand Willi dann doch sehr speziell: «Am Abstimmungssonntag haben wir uns für die Energiestrategie 2050 entschieden. Wenn ein Kran das ganze Wochenende sinnlos leuchtet, bekommt man den Eindruck, dass wir mit unserer Energie nicht sparsam umgehen müssen.» Gestört hat sich der Goldacher ob dem beleuchteten Dorf aber nicht.

Arbeiter haben Licht zu löschen vergessen

Daniel Kofler ist Projektleiter der Firma Baumgartner Baurealisation AG und leitet die Arbeiten der Überbauung Triangel Goldach an der Konsumstrasse. Kofler bestätigt das Missgeschick: «Arbeiter haben am Freitag vergessen, den Scheinwerfer abzustellen.» Dieser wird laut Kofler für Arbeiten im Dunklen eingesetzt und nicht etwa zur Flugsicherheit. Das hat auch Andreas Willi erkannt: «Die Lichtquelle war viel zu hell und nicht ganz oben am Kran angebracht.»

Reklamationen deswegen sind bei der Gemeinde keine eingegangen, wie August Spirig von der Bauverwaltung sagt. Ihm selber sei das Licht aber auch aufgefallen. Am Montagmorgen haben die Arbeiter den Scheinwerfer schliesslich wieder abgestellt.

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

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