BAUPROJEKT: Meilenstein für Stadtentwicklung

Bei der Wohnüberbauung Seehof ist gestern der Grundstein gelegt worden. Im Herbst 2018 sollen die Bewohner einziehen. Erste Wohnungen sind bereits reserviert worden.

Perrine Woodtli
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So soll die Wohnüberbauung Seehof an der Rorschacher Hauptstrasse dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll die Wohnüberbauung Seehof an der Rorschacher Hauptstrasse dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Perrine Woodtli

redaktionot

@tagblatt.ch

Die Sonne brannte gestern regelrecht auf die Baustelle auf dem Seehof-Areal. Vertreter der Stadt, der Bauherrschaften, des Generalunternehmens sowie die Architekten waren gekommen, um die Wohnüberbauung Stadthaus Seehof symbolisch einzuweihen. Man habe bewusst nicht zu einem Spatenstich eingeladen, sagte Markus Morant von der Bauherrschaft zu Beginn. «Bei einem Spatenstich sehen die Leute jeweils noch gar nichts vom Projekt.» Bei einer Grundsteinlegung hingegen könne man sich schon eher ein Bild machen.

Mit der Grundsteinlegung sei ein «weiterer Meilenstein vollbracht», waren sich alle Anwesenden einig. Nun hoffe man auf eine unfallfreie Bauphase. Läuft alles nach Plan, sollte das fünfstöckige Gebäude im Herbst 2018 bezugsbereit sein. Vorgesehen sind 35 Wohnungen, davon ist die Hälfte als Eigentumswohnungen geplant. Es bestehe schon ein grosses Interesse an den Wohnungen, sagte Markus Morant. «Eine Handvoll Leute hat zudem bereits eine Wohnung reserviert.»

Glasfront und Grünanlage geplant

Die 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen werden ab dem ersten Stock gebaut. Das Erdgeschoss wird nicht bewohnt. Dies, weil dort unter anderem die Sicht auf den See nicht gegeben sei, sagte Stadtrat und Architekt Ronnie Ambauen. Geschäfte im Parterre seien kein Thema gewesen. Stattdessen ist nun eine verglaste Eingangshalle vorgesehen. «Das Erdgeschoss ist transparent und soll somit einladend wirken», begründete Ambauen. «Die Leute erhalten so von aussen her einen Einblick in das Haus. Sie sollen sehen, dass dort gewohnt wird.» Im Erdgeschoss finden zudem 36 der 107 öffentlichen Parkplätze Platz, die die Stadt übernimmt. Die restlichen 71 Parkplätze befinden sich im Untergeschoss.

Ambauen sprach auch die geplante Grünanlage hinter dem Wohngebäude an. «Es war allen Beteiligten wichtig, dass auf dem Areal nebst dem Wohnraum auch eine Grünfläche entsteht.» Dieser Raum werde teils halbprivat, teils privat sein. Der Durchgangsweg zur Altstadt entlang der Kirchenmauer oberhalb der Überbauung bleibt bestehen, wie Ambauen ergänzend beifügte.

Zum Schluss griffen die Anwesenden selber noch zum Spaten. In einer Schatulle wurden Zeitzeugen gesammelt. Unter anderem wurden Baupläne, Baubewilligung sowie ein Stick mit weiteren Unterlagen in die Dose gelegt. «Irgendwann wird dieses Gebäude abgerissen, vielleicht in 100 Jahren», sagte Stadtpräsident Thomas Müller. «Wenn das der Fall sein wird, können sich die Leute ein Bild vom Projekt sowie der heutigen Technik machen.» So vergruben die Verantwortlichen die Schatulle in einem grossen Lehmloch auf der Baustelle. Das Loch aber wurde nur leicht mit wenig Erde zugeschüttet. Wohl auch der Hitze wegen.