BAUPROGRAMM: A1-Sanierung sicher – so gut wie

Beim Bundesamt für Strassen (Astra) geht man davon aus, dass es dieses Mal mit der Sanierung des Autobahnabschnittes Rheineck–St. Margrethen klappen wird. Das Parlament habe das nötige Geld gesprochen.

Kurt Latzer
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Eigentlich hätte der Bund das Geld für die Sanierung zwischen Rheineck und St. Margrethen schon Ende 2015 sprechen sollen. Das Parlament aber setzte die Prioritäten nicht in der Ostschweiz. (Bild: Archiv/Kurt Latzer)

Eigentlich hätte der Bund das Geld für die Sanierung zwischen Rheineck und St. Margrethen schon Ende 2015 sprechen sollen. Das Parlament aber setzte die Prioritäten nicht in der Ostschweiz. (Bild: Archiv/Kurt Latzer)

Kurt Latzer

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Auf Anfrage beim Bundesamt für Strassen hiess es vergangene Woche: «Das eidgenössische Parlament hat das Gesamtbudget in dieser Woche bewilligt. Das daraus abgeleitete und konkrete jährliche Bauprogramm ist vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) jedoch noch nicht kommuniziert worden.» Beim Astra sei man daher zuversichtlich, dass das Projekt unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Termine realisiert werden kann.

Baustop trotz allgemeiner Zuversicht

Zuversichtlich waren die Verantwortlichen beim Astra für die Sanierung der A1 zwischen Rhein- neck und St. Margrethen schon 2015, bis Anfang Dezember jedenfalls. Den ganzen Sommer über wurde die Sanierung vorbereitet, neue Brücken am Veloweg entlang des Alten Rheins gebaut, grosse Flächen bei den Autobahnknoten Rheineck–Thal und St. Margrethen gerodet. Die alte Brücke zwischen St. Margrethen und dem vorarlbergischen Höchst kam unter den Abbruch-Hammer und wurde durch ein Provisorium ersetzt. Die Ernüchterung kam Anfang Dezember 2015. Das eidgenössische Parlament setzte die Prioritäten nicht in der Ostschweiz, das für die Autobahnsanierung nötige Geld wurde anderswo ausgegeben.

Rheintaler Nationalräte intervenierten, der damalige St. Galler Bauchef, Willi Haag, hatte keine Erklärung für diesen Entscheid. Das Astra schrieb damals von einem «normalen Ablauf». Beim Bundesamt für Strassen war zu erfahren: «Bei der im November/Dezember 2015 erfolgten Verschiebung des Projekts ‹Rhein- eck–St. Margrethen› befand sich die Vergabe der Hauptarbeiten noch im Beschaffungsverfahren. Mittlerweile ist die Beschaffung rechtskräftig, und es liegt ein unterschriebener Vertrag zwischen dem Astra und dem Unternehmer vor. Gestützt darauf wurde das grundsätzliche Einverständnis zum Baustart 2017 von der Direktion des Astra bereits im Juni 2016 erteilt.» Bleibt abzuwarten, ob für die Einhaltung der geschlossenen Verträge auch das dafür nötige Geld aus Bern fliesst.

Die «Sea-Watch 2» bei ihrem Einsatz auf dem Mittelmeer. (Bild: Judith Büthe/PD)

Die «Sea-Watch 2» bei ihrem Einsatz auf dem Mittelmeer. (Bild: Judith Büthe/PD)