Baumhaus-Kürzung ist rechtens

ST.GALLEN. Das Bundesgericht tritt im Fall Baumhaus nicht auf die Urheberrechtsbeschwerde des Architekten ein. Der bereits eingeleitete Teilabbruch dürfte somit unausweichlich sein.

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Eingepackt: Der Rückbau des Baumhauses ist im Gang. (Bild: Andreas Nagel)

Eingepackt: Der Rückbau des Baumhauses ist im Gang. (Bild: Andreas Nagel)

Das Baumhaus am Rosenberg ist komplett eingerüstet. Allzu neugierige Architektur-Touristen werden mit glasklaren Botschaften des Bauplatzes verwiesen: «Betreten der Baustelle verboten».

Dachaufbau wurde entfernt

Der Rückbau, also die Kürzung des Hauses um die berühmten 38 Zentimeter, hat inzwischen begonnen, wie Bausekretär Alfred Kömme auf Anfrage bestätigt. Dachaufbau und Begrünungen seien entfernt.

Rein theoretisch hätte der Teilabbruch des Baumhauses auch noch gestoppt werden können. Dann nämlich, wenn das Bundesgericht die «Verletzung der Urheberrechtspersönlichkeit», wie sie Baumhaus-Architekt Marcel Ferrier ausmacht, anerkannt hätte. Mit Urteil vom 6. Juli kommt das höchste Schweizer Gericht aber zum Schluss, gar nicht erst auf die Beschwerde einzutreten. Eine detaillierte Begründung des Entscheids ist noch ausstehend. Die Gerichtskosten in Höhe von 3000 Franken gehen zu Lasten der Beschwerdeführer.

Fall ausgestanden?

Ist der Fall Baumhaus nun ausgestanden? Alfred Kömme will sich überraschen lassen. Der Rechtsvertreter des Architekten war für eine Stellungnahme vorderhand nicht zu erreichen. (an.)

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