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BAUERNHOF: Den Bauern auf die Finger schauen

Fünf Familien aus der Region Rorschach öffneten am Samstag ihre Hof- und Stalltüren. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um die Landwirtschaft hautnah zu erleben.
Trudi Krieg
Von Marktstimmung bei der Gemüsebäuerin Anita Troxler über Erlebnis mit Ponys für Kinder. (Bilder: Trudi Krieg)

Von Marktstimmung bei der Gemüsebäuerin Anita Troxler über Erlebnis mit Ponys für Kinder. (Bilder: Trudi Krieg)

Trudi Krieg

redaktionot@tagblatt.ch

Bereits zum dritten Mal führte am Bettag der St. Galler Bauernverband den Anlass «vo Puur zu Puur» durch, diesmal in der Region Rorschach. Ein Shuttlebus führte die Gäste ab den Bahn­höfen Rorschach, Goldach und Rheineck im Stundentakt zu den fünf beteiligten Bauernhöfen. Man konnte dort verweilen, sich umsehen, Fragen stellen, geniessen und nach Belieben wieder zum nächsten Hof oder Bahnhof weiterfahren. In den Verpflegungszelten gab es Spezialitäten aus hofeigenen oder regionalen Produkten.

Die Kinder fanden Sandhaufen, Kindertraktörli und Malbüchlein zum Spielen, konnten an Wettbewerben teilnehmen, und natürlich konnten sie die Tiere anfassen und streicheln. Der Anlass zeigte auch, wie unterschiedlich Bauernbetriebe geführt werden, je nach Gegebenheiten und Neigungen der Bewirtschafter. Familie Troxler in Untereggen ist ganz marktorientiert während Familie Messmer in Thal mehr auf Erlebnisbauernhof setzt.

Jahrmarkt hoch über dem Bodensee

Auf dem Betrieb der Familie Troxler beim Schlossguet Untereggen war so etwas wie ein kleiner Jahrmarkt: «Wir sind ein Gemischtwarenladen», kommentierte Anita Troxler die farben- und formenreiche Auswahl am Marktstand auf dem Hofplatz und im Kürbiszelt, von dem aus man weit über den Bodensee hinaussah. Salate, Blumen, Gemüse wie Bohnen, Fenchel, Tomaten, Peperoni, Kräuter und so weiter werden auf dem eigenen Betrieb produziert und zwar von der Setzlingsanzucht bis zur Pflanzung im Feld, Ernte und Verkauf in Rorschach sowie auf dem Bauernmarkt in St. Gallen und Rorschach. Besucher konnten sowohl die Felder als auch die Setzlingsanzucht im Treibhaus inspizieren.

Sogar Pilze, Saitling und Shiitake, werden in einem Container, in dem die Luftfeuchtigkeit und Temperatur stimmen muss, selber gezogen. Beeren kaufen Troxlers vom Spezialbetrieb des Bruders dazu und manchmal Wurzel- und Lagergemüse aus dem Gemüsebetrieb von Bernhard Risch in St. Margrethen. Zusammen mit den Blumensträussen und Gedecken ist so die Auswahl am Markt immer riesig. Sohn Willi Troxler war mit seinem Farmerbrotstand, den er sonst beim Jahrmarkt St. Gallen betreibt, auf dem Platz und sorgte dafür, dass auch die Kürbissuppe nie ausging. An Stadelmanns mobiler Mostpresse gab es frischen Süssmost. Natürlich gab es auch im Zelt Verpflegung und Rambazamba mit den HGQ Musikanten, die zwar alle aus der Gegend stammen, aber eher im Oberkrainer-Stil musizierten und glossierten. Steil bergab ging es mit dem Shuttlebus zum Hof Rosentürmli der Familie Messmer in Thal, am Fusse des grossen Rebbergs.

Agrotourismus als wichtiger Betriebszweig

Ausser den Reben gehören auch Hochstamm Obstbäume zum Biobetrieb mit Milchwirtschaft. Kinder konnten unter Anleitung ihr eigenes Wildbienenhotel bauen. Die grosse Spielwiese fiel auf. Ein Kletterturm, Sandhaufen, Hühner und Gänse, Ponys und Kaninchen gab es da zu bestaunen. Dem Hofhund, den etwas störrischen Eseln und den Freiburger Pferden merkte man an, dass sie den Umgang mit Kindern gewöhnt sind. Das alles gehört zum Alltag auf dem Thaler Hof, bei dem der Agrotourismus ein wichtiger Betriebszweig ist. Ferien auf dem Bauernhof und Schlafen im Stroh werden angeboten, aber auch Zimmer mit Frühstück und Matratzenlager. Sie machen auch mit beim Projekt «Schule auf dem Bauernhof», erzählte Antonia Messmer. Dabei kommen ganze Schulklassen tageweise zum Lernen auf den Hof, wo auch gemeinsam gekocht werde.

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