BAUBOOM: Von Nachfrage überrascht

Im Andwiler Gebiet Augarten Ebnet wird derzeit fleissig gebaut. 55 neue Wohneinheiten entstehen gleich unterhalb des Gemeindehauses. Knapp zwei Drittel der Wohnungen sind bereits verkauft.

Manuela Bruhin
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Im Gebiet Augarten Ebnet in Andwil entwickelt sich derzeit ein neues Quartier. (Bild: Ralph Ribi)

Im Gebiet Augarten Ebnet in Andwil entwickelt sich derzeit ein neues Quartier. (Bild: Ralph Ribi)

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch

Es wird gebohrt, gehämmert und geschaufelt, was das Zeug hält. Grosse Bagger fahren auf, auf Gerüsten arbeiten Handwerker am Rohbau. Im Gebiet Augarten Ebnet in Andwil laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Derzeit stehen acht Mehrfamilienhäuser im Bau, insgesamt also 40 Wohnungen. Teilweise sind die Eigentümer bereits eingezogen, die ersten konnten ihre Umzugskartons im vergangenen Herbst auspacken. Von den 40 Wohnungen sind 34 unter Vertrag – eine stolze Zahl, sagt Stefan Lenherr vom Baukonsortium Ebnet. «Man kann wirklich sagen, dass wir von der grossen Nachfrage positiv überrascht wurden», erklärt er. Man habe im Voraus damit gerechnet, dass pro Jahr maximal zehn Wohnungen verkauft werden. Die Zahl konnte nun getrost nach oben korrigiert werden.

Die Wohneinheiten haben einen Ausbaustandard im mittleren Segment mit einer guten Bausubstanz, so Lenherr. Dies sei jedoch nicht der einzige Grund, warum sich die Wohnungen so gut verkaufen lassen. «Die Lage im Gebiet Augarten Ebnet macht es aus. Man ist schnell in der Stadt oder auf der Autobahn, lebt aber dennoch ländlich», sagt Lenherr. Ausserdem profitieren die Käufer von grosser Flexibilität, wenn es um den Innenausbau geht. So können beispielsweise die Küche, das Badezimmer oder die Bodenbeläge innerhalb eines Budgetpostens selber ausgewählt werden. Das komme bei der Käuferschaft äusserst gut an.

Örtliches Gewerbe berücksichtigt

Zwischen 4,5 und 6,5 Zimmer weisen die neuen Wohnungen in Andwil auf. Dies und die Tatsache, dass die Schule in unmittelbarer Nähe liegt, macht schnell klar, dass es auch Familien mit Kindern sind, die in die neue Überbauung einziehen. Das Einzugsgebiet der Käufer erstreckt sich laut Angaben Lenherrs von der Stadt St. Gallen bis hin zu Uzwil.

Derzeit ist man daran, das ordentliche Baugesuch für die dritte Etappe der Häuser neun bis dreizehn auszuarbeiten. Im Frühsommer könnte es, wenn alles nach Plan läuft, eingereicht werden. Der Baubeginn wäre dann aber erst im nächsten Jahr. Eine solche «Verschnaufpause» mache durchaus Sinn, denn: «Wir wollen eine seriöse Vorplanung und nach wie vor die Arbeiten an das ortsansässige Gewerbe vergeben», so Lenherr. Und dieses Ziel habe man auch erreicht. Mit über 90 Prozent seien die Handwerker aus Andwil, Arnegg und Gossau mit den Aufträgen betraut worden. Für die nächsten Wochen hofft Lenherr auf besseres, sprich trockeneres Wetter, als es in den vergangenen Tagen der Fall war. Denn dann könnten auch die notwendigen Aussenarbeiten, wie beispielsweise an der Fassade oder der Umgebung, wieder aufgenommen werden.