Bau der Doppelspur nicht vor 2017

Nach der Ablehnung der Tunnellösung werden nun die Planungen für die Doppelspur vorangetrieben. Die Finanzierung des Projekts ist gesichert, die Bagger fahren in Teufen aber frühestens in zwei Jahren auf.

Jesko Calderara
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Eine Möglichkeit, wie Teufen nach dem Bau der Doppelspur und der Zentrumsgestaltung aussehen könnte. (Bild: Visualisierung: pd/Gemeinde Teufen)

Eine Möglichkeit, wie Teufen nach dem Bau der Doppelspur und der Zentrumsgestaltung aussehen könnte. (Bild: Visualisierung: pd/Gemeinde Teufen)

TEUFEN. Am Wochenende haben sich die Stimmberechtigten deutlich gegen einen 30-Millionen-Franken-Kredit für den Bau eines Tunnels in Teufen ausgesprochen (Tagblatt vom 19. Januar). Für diesen waren Gesamtkosten von 65 Millionen veranschlagt. Nach dem negativen Volksentscheid sollen nun in einem nächsten Schritt gemäss einer Medienmitteilung der Appenzeller Bahnen die Detailplanungen für die Doppelspur wieder aufgenommen werden.

Bund zahlt grössten Teil

Laut Mediensprecher Alexander Liniger ist der Baustart frühestens 2017: «Alleine das Bewilligungsverfahren nimmt mindestens ein Jahr in Anspruch.» Kostenpunkt des Projekts: rund 26 Millionen, der Gemeindeanteil beträgt 200 000 Franken. Weil es sich um eine gebundene Ausgabe handelt, ist keine Volksabstimmung nötig. Der Bund finanziert die Doppelspur über den Bahninfrastrukturfonds. In der Investitionssumme nicht enthalten ist jener Teil der Strassensanierung, den der Kanton übernimmt. Darunter fallen etwa die Instandhaltung von Stützmauern oder die Entwässerung. Wie hoch der Aufwand dafür ist, wurde laut Kantonsingenieur Urban Keller noch nicht genau berechnet. «Wir gehen aber mindestens von fünf Millionen Franken aus.» Etwa gleich viel dürfte die geplante Neugestaltung des Dorfzentrums Teufen kosten. Diese Kreditvorlage kommt separat an die Urne.

Sicherer und flexibler

Die Appenzeller Bahnen heben die Vorteile der Doppelspur hervor. «Die Verkehrssicherheit steigt. Weiter wird der Verkehrsfluss beruhigt, da sich die Züge mit dem Strassenverkehr bewegen.» Dadurch erhöhe sich die betriebliche Flexibilität, da künftig auf diesem Abschnitt die Züge der Appenzeller Bahnen kreuzen könnten, wenn nötig.